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Die Bürgermeister Richard Reischl (r.) und Martin Gasteiger vor den beiden Bussen, mit denen sie bei der zweiten rollenden Bürgerversammlung durch Hebertshausen fuhren.

Heuer schon zwei Busse mit 73 Teilnehmern

Hebertshausen: Rollende Bürgerversammlung wird immer beliebter

Die alljährliche „Rollende Bürgerversammlung“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Diesmal mussten zwei Busse angefordert werden, um alle Teilnehmer unterzubringen. 73 Bürger waren es, die mit Bürgermeister Richard Reischl und zweitem Bürgermeister Martin Gasteiger durch die Gemeinde fuhren.

Die Gemeinde hat derzeit 5879 Einwohner, teilte Reischl mit. Der Gesamthaushalt beläuft sich auf 15,98 Millionen Euro. Schulden hat die Gemeinde 4,95 Millionen. Dem stehen Rücklagen von 3 Millionen Euro gegenüber.

An der Alten Dorfstraße sollte ein Ärztehaus entstehen. Aber der Investor hat es sich anders überlegt und will nun nur Wohnungen bauen. Ein neuer Standort am sogenannten Krautgarten ist ins Auge gefasst. Dort soll das Ärztehaus samt Wohnungen nun entstehen. Neben den Praxen und einer Apotheke sollen eventuell auch noch ein Café und ein Regionalladen einziehen. Voraussichtlicher Baubeginn ist Ende 2020.

Nächste Station war das ehemalige Werksgelände von Schuster Karton. „Das Insolvenzverfahren ist jetzt ab- geschlossen“, teilte Reischl mit. „Die Gebäude sind größtenteils vermietet. Gerüstbauer und die Bayerische Staatsoper haben sich einquartiert.“

Eine erfreuliche Nachricht hatte der Bürgermeister an der Kreuzung Alte Römer Straße/Freisinger Straße. „Seit die Ampelanlage in Betrieb ist, hat es keinen nennenswerten Unfall mehr gegeben.“ Demnächst soll ein Radweg gebaut werden, der von der Kreuzung in Richtung Prittlbach verläuft.

Die Bahnunterführung bietet keinen schönen Anblick. Dort gehen demnächst professionelle Graffiti-Künstler ans Werk. Die Gemeinde nimmt für diese Maßnahme rund 10 000 Euro in die Hand.

Der Parkplatz am S-Bahnhof ist tagtäglich überfüllt. Hier steht die Gemeinde in Verhandlungen mit der Bahn. Laut Reischl wird darüber nachgedacht, dort ein Parkhaus mit Wohnungen zu errichten. Als Bauherr tritt die Bahn auf. Sie brauche dringend Wohnungen für Mitarbeiter.

Die Demonstration vor wenigen Tagen wegen des defekten Aufzuges am Bahnhof war erfolgreich. Es dauerte nur noch zwei Tage, bis der Aufzug repariert war, und nicht wie sonst sieben Wochen. Wie Reischl mitteilte, wird eventuell eine Videoüberwachung installiert.

Ein Thema beherrscht derzeit den Ortsteil Prittlbach. Es geht um das geplante Dorfgemeinschaftshaus neben dem alten Schulhaus. Dort sollen die Feuerwehr und der Schützenverein eine Bleibe finden. Auch ein Gemeinschaftsraum für Veranstaltungen und für die örtlichen Vereine ist dabei. Das Projekt kostet rund 2,8 Millionen Euro. An Fördermittel erwartet die Gemeinde rund 1 Million Euro.

Die EVG in Unterweilbach ist schon einige Zeit Geschichte. Aber zum Glück hat die Firma Wurm Rohrleitungsbau das Gelände erworben und seinen Standort dort. „Der Betrieb ist ein Glücksfall für die Gemeinde und bringt auch Gewerbesteuer“, sagte Reischl.

Entlang des Feldweges auf dem alten Bahndamm soll ein Rad- und Fußweg in Richtung S-Bahnhof entstehen. „Dann können die Unterweilbacher auch per Fuß oder per Rad zur S-Bahn“, sagte Reischl

In diesem Zusammenhang erklärte Reischl, dass in der Gemeinde rund 140 Wohnungen und Häuser leer stehen. Eine Untersuchung soll hier die Gründe erforschen. Bei Befragungen sollen die Eigentümer von Wohnungen und Häusern ehrliche Antworten geben, warum sie nicht vermieten.

Der Kindergarten und die Kinderkrippe in Ampermoching haben noch Plätze frei. „Das ist sehr erfreulich und wohl einmalig im Landkreis“, so der Bürgermeister. 2020 soll der Friedhof Ampermoching ein neues Gesicht bekommen. Auch eine Urnenwand und Toiletten sollen entstehen. Hinzu kommt noch der Waldfriedhof bei Unterweilbach.

Auf dem Sportgelände des SV Ampermoching soll demnächst der viel diskutierte Mobilfunkmasten gebaut werden. Die Grießlstraße soll ertüchtigt werden. Dazu gehören auch Laternen, so der Bürgermeister.

Als der Bus die Bäckerei Polz passierte, teilte Reischl mit, dass dort 42 Mitarbeiter aus 17 Nationen beschäftigt sind. „Die Verständigung klappt trotzdem. Ein Problem für den Betrieb ist allerdings die Bürokratie“, sagte der Bürgermeister.

Neben dem Edeka-Markt entsteht der Discounter Penny. Er hat bis zu 5000 Artikel im Sortiment.

Im Ortsteil Deutenhofen entsteht neben dem Feuerwehrhaus die Katastrophenschutzhalle des Landkreises. Ein Architektenwettbewerb läuft für das Gelände der alten Holzschleiferei an der Torstraße. Entstehen sollen dort Wohnungen, Betreutes Wohnen, Gewerbe und ein Supermarkt. Bauherr ist die Gemeinde. Ziel sei es, dass die Gemeinde im Laufe der Zeit Eigentümerin von an die 100 Wohnungen wird.

Die Amperbrücke wird im nächsten Jahr abgerissen. Eine neue Brücke wird gebaut.

Neben dem Restaurant „Lo Smeraldo“ baut die Gemeinde ein Wohn- und Geschäftshaus. Dort soll auch wieder ein Metzger einziehen.

Bei der anschließenden Aussprache im Rathaus beklagte Alfred Winkler den schlechten Zustand des Amper-Ammer-Radweges. „Das ist auf dem Stadtgebiet der Stadt Dachau. Sie ist dran“, erklärte Reischl.

Wie schaut es mit der Partnerschaft Lókút aus, wollte Fine Istenes wissen. Reischl hatte hier eine erfreuliche Neuigkeit: „Dort gibt es jetzt eine neue Bürgermeisterin. Sie will die Partnerschaft wieder neu beleben.“ Klaus Rabl

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