In Hebertshausen sucht die SPD nach Lösung für Kinderbetreuung

SPD: Kinderbetreuung in den Sommerferien

In dieser Situation soll die Gemeinde nun rasch nach einer praktikablen Lösung suchen, um Eltern „einmalig eine erweiterte Kinderbetreuung in den Ferien anzubieten“, so das Anliegen der SPD-Fraktion.

Hebertshausen – Ein regulärer Schulunterricht wird bis zu den Sommerferien nicht stattfinden, auch die Kitas öffnen für alle Kinder frühestens am 1. Juli. Diese Einschränkungen habe Familien vor große Herausforderungen gestellt, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Marianne Klaffki. Die SPD wolle sich deshalb für eine Entlastung der Eltern in den Sommerferien einsetzen. Die Gemeinde soll prüfen, so der Antrag der SPD an Bürgermeister Richard Reischl (CSU), wie – natürlich im Einvernehmen mit Personal und Trägern – kurzfristig in den Einrichtungen zusätzliche Kinderbetreuung in den Ferienwochen realisiert werden kann.

Die Corona-Pandemie hat besonders Familien gefordert, mit Heimunterricht der Schulkinder und Rund-um-die-Uhr-Betreuung der jüngeren Mädchen und Buben. „Zahlreiche Eltern waren und sind gezwungen, bezahlten oder unbezahlten Urlaub zu nehmen, um die Betreuung der eigenen Kinder sicherzustellen“, schreibt Marianne Klaffki im Prüfantrag. Bei einem Teil der Erziehungsberechtigten sind aber nun alle Urlaubstage aufgebraucht. „Mit Sorge sehen diese Eltern auf die Sommerferien“, so Klaffki. Dann nämlich würden die gerade erst ein wenig geöffneten Schulen und zum Teil auch die Kitas wieder schließen.

Im Kern geht es darum, dass Kitas heuer nicht wie üblich im August für einige Wochen schließen, sondern diese Schließzeiten möglicherweise gestrichen oder doch verkürzt werden sollen. Klaffki sieht dafür eine Chance, weil durch den reduzierten Betrieb in den Einrichtungen auch Kita-Mitarbeiter in Kurzarbeit waren oder noch sind.

Allerdings wird ein großer Teil der Kinder in Hebertshausen nicht in den gemeindlichen Einrichtungen Sankt Peter in Ampermoching betreut, sondern besucht den kirchlichen Kindergarten Sankt Georg, das BRK-Kinderhaus Weltentdecker oder den Waldkindergarten Waldzwergerl. Das weiß auch Klaffki, die deshalb anregt, „alle Träger und die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen“. Da der Gemeinderat über den SPD-Prüfantrag vermutlich erst in seiner Juli-Sitzung beraten kann, hofft Klaffki, dass die Verwaltung schon im voraus aktiv wird und schnell reagiert. Der „kurze Draht“ zu allen Trägern solle genutzt werden, „um im Sinne der Eltern eine tragfähige Lösung zu finden, die rasch umsetzbar ist.“

ps

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