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Die Aufgaben der Nachbarschaftshelfer sind vielfältig - von Gartenarbeiten bis zu Mitfahrgelegenheiten.

Nachbarschaftshilfe Hebertshausen

Alltagshelfer gesucht

135 Anfragen hat die Nachbarschaftshilfe seit ihrer Gründung vor rund einem Jahr bekommen. Die Helfer unterstützen ihre Mitbürger in verschiedenen Bereichen – der Bedarf steigt weiter.

Hebertshausen – Im Garten Unkraut jäten, beim Kochen helfen oder Mitbürger zum Einkaufen fahren: Die Hilfe der Nachbarschaftshelfer in Hebertshausen ist vielfältig und sie kommt bei den Menschen gut an. Nun sucht der Verein nach weiteren Helfern, das berichtete die Vorsitzende Ines Brames bei der Jahresversammlung der Nachbarschaftshilfe im großen Sitzungssaal des Rathauses. 

Das älteste Mitglied ist 95

Erst vor etwa einem Jahr gründete sich der Verein mit rund 60 Mitgliedern. Zum Jahresende waren es bereits doppelt so viele, genauer gesagt: 124. Der Großteil ist weiblich. Das jüngste Mitglied ist 15, das älteste 95 Jahre alt.

Bis zum vergangenen Februar bekam die Nachbarschaftshilfe 135 Anfragen aus den Ortsteilen. Mit einem Anteil von 57 Prozent lag Hebertshausen an der Spitze. Die Nachbarschaftshelfer machten Arztfahrten, halfen im Garten oder im Haushalt ihrer Mitbürger. Ines Brames erklärte, dass die gegenseitige Hilfe aber über das offizielle Angebot hinausgeht. 

Viele Nachbarn hätten mittlerweile untereinander Vereinbarungen, die der Nachbarschaftshilfe nicht mehr mitgeteilt werden und vom Verein nicht mehr erfasst werden. „Aber das gab es ja immer schon, dass sich Nachbarn gegenseitig helfen.“

Die Vereinschefin wies auch darauf hin, dass Helfer ein erweitertes Führungszeugnis vorweisen müssen, da sie auch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, wie zum Beispiel beim Babysitten. Wer Hilfe im Alltag benötigt, kann sich telefonisch bei Uta Ofner und Petra Ringleb (siehe Anhang unten) melden.

Schatzmeister Josef Langenberger teilte außerdem mit, dass der Verein seit Anfang März im Vereinsregister als e.V. registriert ist. Somit kann der Verein auch Spendenquittungen ausstellen. Die Finanzen sind in Ordnung: Die Gemeinde leistete zur Gründung der Nachbarschaftshilfe einen Zuschuss von 2500 Euro. 

Neben der Hilfe für Bürger organisierte der Verein auch Vorträge, sagte Beisitzer Manfred Cerwenka, wie zum Beispiel „Beweglichkeit im Alter“, „Sicher Fahren im Alter“ oder „Wohnen im Alter“. Heuer sind weitere geplant, wie am Dienstag, 25. April, zum Thema „Patientenverfügung/Betreuungsvollmacht“ oder am Donnerstag, 18. Mai, über „Sicherheit im Haus“.

Zum Schluss sprach Ines Brames an, dass sich der Verein beim „Tag der Regionen“ in Hebertshausen präsentieren will. Dazu sind Hilfe und Ideen gefragt. „Wir wollen noch viel bewegen und auf den Weg bringen“, meinte die Vereinschefin. Auch weitere Ehrenamtliche werden noch gesucht.

Fehlende Helfer

Die Nachbarschaftshilfe sucht nach Helfern, die Mitfahrgelegenheiten organisieren, zum Beispiel an Donnerstagen in das AEZ oder anderen Geschäften in Dachau-Ost zum Einkaufen. Der Weg für nicht motorisierte oder ältere Mitbürger per Bus und S-Bahn sei beschwerlich. Wer einspringen will, meldete sich bei Ines Brames unter der Telefonnummer 0 81 31/ 1 38 66. Wer Hilfe benötigt, meldet sich unter 0 81 31/ 29 28 62 86.

Von Klaus Rabl

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