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Ein Teil der Gemeinderatskandidaten des SPD-Ortsvereins: Martin Mayr, Martin Kropp, Anita Weber-Schwarz, Josef Eigner, Marianne Klaffki, Caroline Heinz, Theo Zacher, Natascha Ernst, Stefan Dubitzky, und Margit Eiser (v.l.). 

Hebertshauser SPD nominiert ihre Kandidaten – Zwei bekannte Namen fehlen auf der Liste

Die Roten wollen ihre vier Sitze verteidigen

Der SPD-Ortsverein Hebertshausen hat sich zur Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahlen im März 2020 getroffen.

Hebertshausen – 14 Kandidaten stellten sich zur Wahl und wurden dann einstimmig gewählt.

Bisher ist die SPD mit vier Gemeinderäten im Rathaus vertreten. Mit dieser Anzahl möchte die SPD auf jeden Fall auch wieder in der kommenden Legislaturperiode im Gemeinderat vertreten sein, das machte die Vorsitzende Marianne Klaffki deutlich. Allerdings erscheinen zwei altbekannte Gesichter nicht mehr als Kandidaten auf der Liste. Franz Schmidt junior hört nach achtzehn Jahren im Gremium auf. Heinrich Schönwetter stellt sich nach zwölf Jahren im Gemeinderat nicht mehr zur Wahl. Beide wollen sich neuen Aufgaben widmen.

Zur Kommunalwahl im Landkreis Dachau

Laut Klaffki wird die SPD keinen Bürgermeisterkandidaten nominieren. Weder der FBB/FW noch der SPD-Ortsverein hat einen Kandidaten aufgestellt. So ist die Bürgermeisterwahl „a gmahde Wiesn“ für den Bürgermeisterkandidaten der CSU, Richard Reischl.

Die Ortsvereinsvorsitzende stellte den Mitgliedern das Wahlprogramm vor. Wichtige Themen sind unter anderem Kinderbetreuung und Vereine: Hier soll der Qualitätsstandard gesichert werden, das Ferienprogramm soll weiter entwickelt werden und die Vereine sollen gestützt werden.

Beim Thema Schule soll der Schulstandort zukunftsfest gesichert werden. „Das Schulgebäude und die Turnhalle sind zu sanieren, ein M-Zweig soll in der Hebertshauser Mittelschule etabliert werden, die Berufsoberschule in Hebertshausen angesiedelt werden“, so Klaffki. Was den Straßenverkehr betrifft, will die Hebertshauser SPD die Umfahrung von Hebertshausen und Ampermoching starten, kostenfreie e-Fahrrad-Ladestationen errichten und das Anrufsammeltaxi ausbauen. Beim Thema Wohnen will die SPD „bezahlbaren Wohnraum durch die Gemeinde schaffen, das Einheimischen-Modell erhalten und ein Seniorenwohnheim durch die Gemeinde errichten“, erklärte Klaffki. Beim Umweltschutz wollen die Genossen ein Projekt zur regenerativen Energieerzeugung mit Beteiligung der Bürger in der Gemeinde starten und weitere Streuobstwiesen und Blühflächen auf Gemeindegrund realisieren. Auch das Ehrenamt hat die SPD auf der Agenda: Klaffki will ehrenamtliches Engagement stärker würdigen, Ehrenamt bezuschussen, ein Sommerfest des Ehrenamtes in der Gemeinde etablieren sowie die Nachbarschaftshilfe stärker unterstützen und fördern. Klaffki betonte, das dem SPD-Ortsverein eine Bürgerbeteiligung in allen grundsätzlichen Fragen wichtig ist. „Anregungen, Ideen und Kritik sind jederzeit willkommen.“ 

Klaus Rabl

Die Hebertshauser SPD-Liste auf einen Blick

1. Marianne Klaffki, 56 Jahre, Gemeinderätin, stellvertretende Landrätin, Regierungsbeamtin; 2. Johann Vötter, 55 Jahre, Qualitätsprüfer; 3. Caroline Heinz, 43 Jahre, Gemeinderätin Tierärztin; 4. Stefan Dubitzky, 42 Jahre, Facility-Manager; 5. Theodor Zacher, 47 Jahre, technischer Redakteur; 6. Martin Mayr, 48 Jahre, Heilpädagoge; 7. Christian Glas, 53 Jahre, Qualitätsprüfer; 8. Anita Weber-Schwarz, 43 Jahre, Architektin; 9. Martin Kropp, 27 Jahre, geprüfter techn. Fachwirt; 10. Margit Eisert, 60 Jahre, Rentnerin; 11. Bernhard Schoner, 79 Jahre, Rentner; 12. Natascha Ernst, 44 Jahre, Qualitätsmanagerin in Fahrzeugtechnik; 13. Josef Eigner, 68 Jahre, Landwirt; 14. Alfred Kropp, 62 Jahre, Lagerarbeiter.

Ersatzkandidatin ist Elke Schmidt.

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