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Bodentiefe Schiebefenster ermöglichen eine großzügige Öffnung zum Schulgarten hin. Hier ist ein idealer Ort für künftige Gartenfeste.

Bauvorhaben in Prittlbach

Gemeinschaftshaus nimmt Gestalt an

Das Ingenieurbüro Wallner hat jetzt die Pläne für das neue Prittlbacher Gemeinschaftshaus im Gemeinderat Hebertshausen vorgestellt – das neue Heim für Feuerwehr, Schützen und Vereine.

Hebertshausen– Vor vier Jahren bereits wurde die bautechnische Untersuchung des Schützenheims Prittlbach im Gemeinderat behandelt. Ergebnis: Man wollte nicht mehr in den alten Bestand investieren. Das Feuerwehrhaus genügt einfach nicht mehr heutigen Ansprüchen. Jetzt stellte der Hebertshauser Planer Thomas Wallner das neue Gemeindehaus für Prittlbach vor.

Die Schäden waren einfach zu groß. Zu Beginn seiner Präsentation zeigte Wallner dies mit eindrucksvollen Fotos: Risse im Boden, Wurmbefall am Dachstuhl, Risse in der Fassade. Zwar besteht keine akute Gefahr, aber der Sanierungsbedarf ist enorm.  

Hinzu kommt, dass das alte Feuerwehrhaus viel zu klein ist und längst nicht mehr allen aktuellen Vorschriften entspricht. Das „Büro“ der Wehr etwa besteht aus einem Brett an der Wand, auf dem ein Drucker steht. So konnte es nicht weiter gehen. An Stelle des alten Gebäudes soll jetzt ein gegenüber dem Schulhaus nicht zu dominantes Gebäude entstehen, das viele unterschiedliche Nutzungen ermöglicht.

Der Aufbau sieht so aus: Im Souterrain haben die Schützen ihre Schießstände mit einem Zuschauerraum für etwa 20 Personen für kleinere Wettkämpfe. Im Erdgeschoss finden sich Toiletten, eine kleine Küche sowie ein Raum für etwa 60 Personen. Bodentiefe große Schiebefenster ermöglichen im Sommer die Öffnung zum Schulgarten hin, so dass hier bequem Gartenfeste arrangiert werden könnten.

Im Obergeschoss soll ein Besprechungszimmer für 22 Personen unterkommen. In diesem Raum können sich die Feuerwehrleute besprechen oder der Gartenbauverein, aber auch die Burschen, die Ortsbauernschaft oder andere Gruppen.

Bürgermeister Richard Reischl wies darauf hin, dass die Planung in enger Zusammenarbeit mit den hiesigen Vereinen entstand. Das Schulgebäude soll später zur Kinderbetreuung genutzt werden.

Planer Thomas Wallner strich von allen Fraktionen ein Lob ein. Hervorgehoben wurde die Nutzungsvielfalt, die unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht werde, aber auch die identitätsstiftende Wirkung, die so ein kleines Zentrum für die Dorfgemeinschaft habe. Hier werde sicher ein schöner Treffpunkt entstehen, waren sich alle einig. Eine Anregung kam von der CSU: Die Parkplatzplanung solle realistisch angegangen werden, sprich großzügig, damit hinterher die Freude nicht getrübt wird, wenn es zu Problemen kommt.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Verwaltung solle die vorgestellte Planung fortführen und dabei auch die Finanzierung klären. Bürgermeister Reischl: „Wir wollen für unsere Vereine alle möglichen Fördermittel ausschöpfen.“

gm

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