Bestandteil der Gesamtsanierung der Kirche: Die neue Treppe soll nicht zuletzt sicherer werden. Aber die Anlage ist teuer.  khr

Neue Treppenanlage unter der Kirche St. Georg

Neue Kostenschätzung: 750 000 Euro

Der Hebertshausener Gemeinderat hat sich mit dem Neubau der Treppenanlage zur Kirche St. Georg befasst. Der Neubau ist Teil der Gesamtsanierung St. Georg. Gemeinde und Kirche arbeiten zusammen. Die Treppenanlage muss die Gemeinde allerdings allein bezahlen. Und das kann teuer werden.

Hebertshausen – Der Rohbau für die Aussegnungshalle steht bereits. Der Kirchberg wurde noch zum Ende des Jahres 2016 stabilisiert. Im Mai soll nun die Sanierung der Friedhofsmauer stattfinden. Danach folgt die Sanierung der Kirche, dem Wahrzeichen von Hebertshausen.

Jetzt steht aber erst einmal die neue Treppenanlage zur Kirche an. Wie Architekt Markus Kuntscher dem Gemeinderat erklärte, gibt es dazu eine Kostenschätzung aus dem Jahr 2012. Demnach kostet die Sanierung 600 000 Euro. Ob diese Kostenschätzung aktuell ist, sei natürlich fraglich, da inzwischen fünf Jahre ins Land gezogen sind. Nach heutigen Maßstäben dürfe man getrost von rund 750 000 Euro ausgehen.

Diese Aussage bereitete Bürgermeister Richard Reischl und den Gemeinderäten gehörig Kopfzerbrechen. Diese Summe muss die Gemeinde allein aufbringen, dies könne den Bürgern wahrscheinlich nur schwer vermittelt werden, da waren sich Bürgermeister und Gemeinderäte einig.

Es gilt also eine preiswertere Variante zu finden. Reischl sprach von einer Summe von maximal 450 000 Euro.

Florian Zigldrum (CSU) stellte die Frage, ob die Kirchentreppe unbedingt abgerissen werden müsse und eine neue Treppenanlage nötig sei. „Wir können doch eventuell die alte Treppe ertüchtigen und sparen damit eventuell bis zu 500 000 Euro“.

Eine Sanierung der alten Treppe sei schwierig, erklärte Architekt Kuntscher. Die Treppe wurde 1970 bereits einmal saniert. Sie verbindet das Ortszentrum mit der Kirche St. Georg. Untersuchungen haben ergeben, dass die Treppe nicht mehr verkehrssicher ist. Außerdem ist die Treppe im oberen Teil sehr steil und deshalb gerade für ältere Menschen schwer begehbar. Die neue Treppenanlage würde die Höhendifferenz gleichmäßiger verteilen. Der Weg dorthin, so der Plan des Architekten, soll bereits am Maibaum beginnen. Es folgen eine sogenannte Pferdestiege und dann die normale Treppenanlage. Dazu gehören ein Handlauf und ein Geländer. Leuchten sollen den Weg und die Treppe auch bei Nacht sicher machen.

Einigen Gemeinderäten gefiel die „Pferdestiege“ nicht. Sie hat eine ungewohnte Schrittlänge und sei deshalb nicht leicht zu begehen. „Sobald ein Zwischenschritt nötig ist, wird das Begehen schwierig“, gab Bürgermeister Reischl zu bedenken. Geprüft werden soll, ob eine Rampe nicht geeigneter wäre.

Technische Bedenken äußerte CSU-Gemeinderat Michael Vogl, als Bauingenieur vom Fach. Die neue Anlage könnte zu rasch von Frost und Feuchtigkeit angegriffen werden.

Thomas Göttler (FW) machen die jetzt im Raum stehenden Kosten Kopfzerbrechen. Er möchte als Obergrenze 500 000 Euro festlegen. FW-Gemeinderat Martin Gasteiger stimmte zu: „Wir müssen gemeinsam nach Einsparungen suchen“.

Fazit der Diskussion: Die neue Treppenanlage wird nach wie vor gewünscht. Das Bauwerk soll nach den heutigen Vorstellungen errichtet werden, also sicher, zweckmäßig und zum Dorfkern samt Kirche passen. Aber natürlich auch kostenmäßig erschwinglich sein. Keine leichte Aufgabe für Architekt Markus Kuntscher, der sich nun Gedanken machen muss, wie dies alles unter einen Hut gebracht werden kann. Gespräche sollen zügig stattfinden, da die Bauarbeiten bereits im Herbst beginnen sollen. Bürgermeister Richard Reischl gab dem Architekten noch die Zielvorgabe mit auf den Weg: eine maximale Bausumme von 450 000 Euro – gerne auch weniger. Klaus Rabl

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