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Buchenweg in Hebertshausen: Parkverbot gilt auch ohne Beschilderung

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Von: Petra Schafflik

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Ohne parkende Autos ist das Ausfahren vom Buchenweg in die Münchner Straße kein Problem. Wenn im vorderen Bereich geparkt wird, dann schon.
Ohne parkende Autos ist das Ausfahren vom Buchenweg in die Münchner Straße kein Problem. Wenn im vorderen Bereich geparkt wird, dann schon. © ps

Anwohner des Buchenwegs treten mit Forderung an die Gemeinde heran – Gemeinderat lehnt Maßnahmen ab

Hebertshausen – Der Buchenweg in Hebertshausen ist eine kurze, schmale Sackgasse, an der gerade einmal fünf Häuser liegen. Trotzdem kommt es in dem gerade einmal 30 Meter langen Gässchen, das in die Münchner Straße mündet, offenbar zu Verkehrsproblemen, mit denen sich jetzt der Gemeinderat beschäftigt hat. Denn die Bewohner der am Ende gelegenen Häuser beklagen, dass im vorderen Bereich des Wegs geparkt wird, sie daher nicht sicher ausfahren können. Die Anwohner fordern deshalb ein Parkverbot für den gesamten Buchenweg. Doch dies gilt dort schon.

Konkret ist die Fahrbahn dort gerade einmal 4,5 Meter breit, beidseits gibt es zwischen Fahrbahn und Zaun noch 25 Zentimeter Bordstein, auf die parkende Fahrzeuge gelegentlich auch auffahren. „Eine nicht ganz einfache Situation“, so Bürgermeister Richard Reischl im Gemeinderat. Denn tatsächlich ist auch ohne Beschilderung das Parken nicht erlaubt, wenn die Fahrbahn nicht in einer Breite von 3,05 Metern zur Durchfahrt frei bleibt. Genau das ist im schmalen Buchenweg der Fall. „Da gilt ein Parkverbot ganz ohne Beschilderung.“

Auch besteht der Konflikt bereits länger. Mehrfach wurde der Buchenweg im Rahmen der Verkehrsbeschau mit der Polizeiinspektion inspiziert und auch vermessen, es wurden Gespräche mit den Anwohnern geführt, so der Bürgermeister. Auch kontrolliert die kommunale Verkehrsüberwachung, die aber meist tagsüber unterwegs ist. Falsch geparkt wird dagegen abends.

Von einem Schild erwartet Reischl aber keine Verbesserung. „Auch mit Schild kann jemand parken.“ Alternativ käme eine weiße Zick-Zack-Warnlinie auf der Fahrbahn in Betracht. Reischl ist dagegen, diese Markierungen seien aufwändig im Unterhalt und verblassten schnell. Nicht zuletzt könne jeder direkt Parkverstöße an die Polizei melden. „Da gibt es ein Standardformular.“

Reischl fürchtet mit einem Parkverbot rasch weitere Anträge, „denn wir haben viele ähnliche Fälle“. Das sieht auch Martin Gasteiger (FBB) so, der anregt, die Verkehrsüberwachung könne eine Zeit lang im Buchenweg stärker kontrollieren, „um ein Zeichen zu setzen“. Dagegen befürwortet Clemens von Trebra (CSU) durchaus eine Zick-Zack-Warnlinie als „optische auffällige Warnmöglichkeit“. Mit parkenden Fahrzeugen sei der Rettungsweg nicht mehr frei. „Das ist für mich ein deutliches Argument“, erklärte Marianne Klaffki (SPD). Allerdings müsste die Gemeinde dann „27 Straßen mit Schildern versehen“, so häufig werde behindernd geparkt, entgegnete der Bürgermeister. Mit knapper Mehrheit von elf Stimmen wurden weitere Maßnahmen abgelehnt.  ps

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