Sportgaststätte SpVgg Hebertshausen
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Der Wirt der Sportgaststätte hat schon vor Monaten aufgegeben. Der Spielvereinigung Hebertshausen fehlen nun die Pachteinnahmen in der Kasse.

Gemeinde Hebertshausen zahlt 50 Prozent der Pachtausfälle

Sonderzuschuss für die Spielvereinigung

Keine Pachteinnahmen: Die Gemeinde Hebertshausen unterstützt den Sportverein mit einer Corona-Hilfe. Andere Vereine gehen leer aus.

Hebertshausen – Die Gemeinde wird der Spielvereinigung Hebertshausen jetzt finanziell mit einem Sonderzuschuss von 4400 Euro unter die Arme greifen. Denn dem Verein fehlen heuer 8800 Euro an Pachteinnahmen aus der Sportgaststätte.

Das hat mit Corona zu tun, aber nicht nur, wie Bürgermeister Richard Reischl (CSU) den Gemeinderäten im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte. Zum einen konnte der Wirt keine Einnahmen erzielen, als im Frühjahr die Gastronomie im ersten Lockdown schließen musste. Hinzu kam, dass die Gemeinde schon Anfang März mit dem Bau der neuen Amperbrücke begonnen hatte. Dadurch ist das Sportgelände bis jetzt vom Ort abgeschnitten, nur auf Umwegen zu erreichen. Deswegen kamen auch den ganzen Sommer über kaum Gäste ins Sportheim. Der Verein hatte deshalb die Pacht von Mai bis Dezember erlassen mit dem Ziel, das Pachtverhältnis in die Zukunft zu retten. „Das hat sich im Nachhinein als sinnlos erwiesen“, sagte der Bürgermeister. Denn der Wirt habe zum Jahresende den Pachtvertrag gekündigt, sein Gewerbe bereits im Oktober abgemeldet, geschlossen ist die Wirtschaft schon länger.

Nun fehlt dem Verein dieser Betrag. Angesichts der Corona-Situation werde sich auch die kommenden Monate kein neuer Wirt als Pächter finden. Corona-Hilfen könne der Verein dafür nicht beantragen, für Pachtausfälle gebe es keine Unterstützung, erklärte der Bürgermeister. Reischl warb daher dafür, den Verein mit der Hälfte der Ausfälle zu unterstützen. „Denn auch unser Brückenbau hat die Lage beeinträchtigt.“

Diese 50-Prozent-Förderung hält auch Marianne Klaffki (SPD) für „vertretbar“. Klaffki warb sogar dafür, eine „Sonderaktion Pandemie“ für örtliche Verein zu überlegen. Doch gerade eine Corona-Unterstützung sehen die anderen Gemeinderäte nicht als Aufgabe der Kommune. „An diesem Punkt sollten wir die Förderung nicht aufhängen, sonst kommen noch andere Vereine“, sagte Simon Wallner (CSU). Tatsächlich war es wohl die Kombination aus Pandemie und Brückenbaustelle, die der Sportgaststätte so zusetzte, erläuterte Bürgermeister Reischl. „Ohne Brückenbau hätte der Wirt vielleicht eine Chance gehabt.“

Einstimmig billigten die Gemeinderäte am Ende der Ausschusssitzung den Zuschuss für den Sportverein Hebertshausen. Das Geld soll aus dem Etat für den Brückenbau fließen.

Petra Schafflik

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