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Sie waren beim Spatenstich für das neue Gemeinschaftshaus dabei: Angelika Eisenmann, Thomas Schlichenmayer, Feuerwehrkommandant Michael Zimmermann, Schützenmeister Roland Scholz, Nobert Uhsler von der Uhsler Bau GmbH, Architekt Thomas Wallner, Bürgermeister Richard Reischl und zweiter Bürgermeister Martin Gasteiger (v. l.). 

Feierlicher Termin auf der Baustelle

Spatenstich für Dorfgemeinschaftshaus Prittlbach

Nach dem Abriss des alten Feuerwehrhauses in Prittlbach folgte jetzt der Spatenstich für das neue Dorfgemeinschaftshaus, das auf dem Grundstück der Wehr gebaut werden soll. Das Haus soll einmal den Namen des Prittlbachers Hans Köchl tragen.

Prittlbach – Es hat einige Zeit in Anspruch genommen, bis nun endlich der erste Spatenstich für das Dorfgemeinschaftshaus Prittlbach im Rahmen einer kleinen Feier auf dem Baugelände erfolgen konnte. Umfangreiche Vorarbeiten waren erforderlich, um die Planung auf den Weg zu bringen.

Bürgermeister Richard Reischl begrüßte die Gäste in der Baugrube zum ersten Spatenstich. Anwesend waren zahlreiche Gemeinderäte, Vertreter der Feuerwehr Prittlbach und des Schützenvereins Germania sowie der Architekt Thomas Wallner mit seiner Mitarbeiterin, Architektin Nicoleta Manescu.

Reischl betonte in seiner Ansprache, dass er es als etwas sehr Einmaliges empfindet, was mit dem Bau passiert: „Es gibt in Bayern nicht viele vergleichbare Objekte“, sagte er. „Wir haben schon lange überlegt, wo geht es mit der Feuerwehr hin, was passiert mit dem Schützenverein. Der Gemeinschaftssinn stand im Vordergrund und diesen Gemeinschaftssinn muss man auch eine Gelegenheit geben, sich zu entfalten.“

Für den Bau des Gemeinschaftshauses gibt es Fördermittel von insgesamt 1 Million Euro, bei veranschlagten Baukosten von voraussichtlich rund 2,8 Millionen Euro. Neben dem neuen Haus entsteht zusätzlich ein kleines Baugebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern.

Das Dorfgemeinschaftshaus wird nach dem posthum zum Ehrenbürger ernannten Prittlbacher Hans Köchl benannt. Er hatte unter Einsatz seines Lebens KZ-Insassen im Zweiten Weltkrieg geholfen, ihr schweres Schicksal etwas leichter zu ertragen. Der Namensvorschlag war Thomas Schlichenmayer und Angelika Eisenmann von der Geschichtswerkstatt zu verdanken. „Mit Hans Köchl ist ein Prittlbacher Bürger ausgewählt worden, der das auch verdient“, sagte Reischl. „Der Name Hans Köchl erinnert an die furchtbaren Geschehnisse im Konzentrationslager Dachau in den 1940er-Jahren.“

Einen wichtigen Beitrag zu dem Gemeinschaftshaus leisteten laut Reischl die Feuerwehr, der Schützenverein sowie alle anderen örtlichen Vereine. Die Prittlbacher seien meist in mehreren Vereinen Mitglied. Das gelte für die Wehr, den Schützenverein, den Gartenbauverein und den Burschenverein. „Ich hoffe, dass auch weiterhin die Geselligkeit in Prittlbach großgeschrieben wird und dass das Weinfest und das Dorffest ein fester Bestandteil im Dorfleben bleibt. Das Dorfgemeinschaftshaus soll dazu beitragen“, sagte der Bürgermeister.

Bevor die Anwesenden aber zum Spaten griffen, sprach Architekt Thomas Wallner ein paar Worte. „Ich bin ja hier aufgewachsen und war bemüht, dass ich alles dorfgerecht plane“, sagte er. „Ich war bemüht, den Schulgarten größtenteils zu erhalten. Es stehen uns aber noch einige Arbeiten bevor.“ Seine und die Hoffnung Reischls ist, dass das Dorfgemeinschaftshaus Anfang 2022 eingeweiht werden kann.

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