Ein Verkehrsschild weist auf eine Tempo-30-Zone hin
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Die Straße am Eichenberg soll eine Tempo-30-Zone werden, fordert die Hebertshauser SPD. Die Regelung könnte „beispielhaft“ für die Gemeinde werden.

Gemeinde plant Verkehrsbeschau und Klausur

Verwunderung über SPD-Antrag zu Tempo 30 am Eichenberg in Hebertshausen

  • Petra Schafflik
    vonPetra Schafflik
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Für Tempo 30 in der Straße Am Eichenberg setzt sich die SPD-Fraktion ein. Einen entsprechenden Prüfantrag hat Fraktionsvorsitzende Marianne Klaffki jetzt an Bürgermeister Richard Reischl (CSU) geschickt. Untersucht werden soll, ob „in der Straßenführung Am Eichenberg von und zur Bahnhofstraße eine streckenbezogene Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer möglich ist“, heißt es dort.

„Das Anliegen wurde von Bürgern an mich herangetragen“, sagt Klaffki der Heimatzeitung. Die Anwohner würden nämlich „eine kontinuierlich steigende Verkehrsbelastung mit unterschiedlich hohen Geschwindigkeiten von und zur Bahnhofstraße“ registrieren. „Dies führt zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Kinder und Ältere“, heißt es im Antrag. Eine fachliche Beratung durch die örtliche Polizeidienststelle hält die SPD-Fraktionsvorsitzende für hilfreich, „hinsichtlich der Frage einer sinnvollen Umsetzbarkeit der Temporeduzierung der Streckenführung Am Eichenberg.“

Forderungen nach Tempo 30 in einzelnen Wohnstraßen sind in Hebertshausen nicht neu. Zuletzt gab es bei der Bürgerversammlung im März dazu mehrere Anfragen. Damals verwies Bürgermeister Richard Reischl (CSU) darauf, dass sich der Gemeinderat fundiert mit einem Konzept zur Geschwindigkeitsreduzierung befassen werde. Tatsächlich sei eine Verkehrsbeschau mit der örtlichen Polizeiinspektion und anschließend eine Klausur des Gemeinderats über Verkehrsfragen und zur Geschwindigkeitsreduzierung geplant, erklärt der Rathauschef auf Nachfrage. Denn für Tempo 30 in verschiedenen Ortsstraßen „liegen aktuell 14 verschiedene Anträge hier im Rathaus vor.“

Zwar hatte sich der Gemeinderat 2016 mit knapper Mehrheit noch gegen Tempo 30 in Wohnstraßen ausgesprochen. „Aber jetzt ist es an der Zeit, das Thema erneut aufzugreifen“, so Reischl. Nachdem jetzt derartige Veranstaltungen wieder möglich sind, gelte es, einen Termin zu finden. Die geplante Klausur soll den Gemeinderäten fundierte Informationen liefern. „Dann können wir ein umfassendes Paket an Entscheidungen treffen.“

Vor diesem Hintergrund „bin ich verwundert über den SPD-Antrag“, sagt Reischl. Denn alle Fraktionsvorsitzenden und damit auch Marianne Klaffki seien informiert über diesen Fahrplan. „Dieser Antrag löst das Gesamtproblem nicht.“ Tatsächlich sei der SPD-Antrag eigens als Prüfantrag formuliert, die genannte Straße Am Eichenberg „beispielhaft“, erklärt Marianne Klaffki. „Wir wollen, dass das Thema angestoßen wird.“

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