Thema Dorfstraße: Oliver Weber zeigt am Luftbild, wo es in Prittlbach hakt.
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Thema Dorfstraße: Oliver Weber zeigt am Luftbild, wo es in Prittlbach hakt.

Mehrfach Tempolimits gefordert

Sondersitzung im Hebertshauser Gemeinderat zum Thema „Verkehr“: Vor allem die Prittlbacher haben Sorgen

Wie sieht es aus mit dem Verkehr in der Gemeinde Hebertshausen? Wo gibt es Probleme, wo Gefahren? Das wollten Bürgermeister Richard Reischl und der Gemeinderat in einer Sondersitzung zum Thema Verkehrswesen erfahren. Bürgerinnen und Bürger durften ihre Anliegen und Kritikpunkte vorbringen. Eines war auffällig: Aus dem Ortsteil Prittlbach kamen die meisten Wortmeldungen.

Hebertshausen/Prittlbach ‒ Bürgermeister Reischl gab eingangs zu bedenken, dass die Zahl der Fahrzeuge im Landkreis permanent ansteige. Zudem wachse die Einwohnerzahl im Landkreis – und damit auch das Verkehrsaufkommen.

Oliver Weber aus Prittlbach klagte über die Lage auf der Dorfstraße in seinem Wohnort. Der Durchgangsverkehr sei zu schnell unterwegs, parkende Autos verengten die Straße. Es gebe ein ständiges Bremsen, Halten und Anfahren, es werde gehupt und geschimpft. Mitunter entstünden gefährliche Situationen.

Für ihn wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorrangig. Ein Tempolimit auf 40 oder sogar 30 km/h wäre eine Möglichkeit, die Verkehrssituation zu entschärfen. Zudem wäre ein Radweg von der Freisinger Straße nach Prittlbach sehr wünschenswert.

Barbara Landmann, ebenfalls aus Prittlbach, stimmte zu. Und wie auch Oliver Weber zuvor erwähnt hatte, sagte auch Barbara Landmann, dass die Dorfstraße schwierig zu überqueren sei. Gerade Kinder seien gefährdet, da der Verkehr immer mehr zunehme. Alle Verkehrsteilnehmer müssten vor allem dort langsamer und rücksichtsvoller fahren.

Stefan Sander schilderte die Situation in der Unterweilbacher Straße. Auch dort werde oft mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren.

Robert Späth sprach die Situation vor der Kinderkrippe in Ampermoching an. Ein Einfädeln in den fließenden Verkehr auf der Ortsdurchgangsstraße sei problematisch. Es sei jedes Mal höchste Aufmerksamkeit geboten.

Familie Milik von der Waldfriedenstraße in Deutenhofen schilderte die Verkehrslage dort. Der Begegnungsverkehr in der Torstraße werde immer mehr, da viele Verkehrsteilnehmer in das Gewerbegebiet, zu den Sportstätten oder auch zu anderen Zielen fahren würden. Wer von der Waldfriedenstraße in die Torstraße abbiegt, sehe sich plötzlich einem Gegenverkehr auf der Torstraße gegenüber. Lastwagen machten die Situation nicht einfacher. Auch der neu geschaffene Containerplatz behindere den Verkehrsfluss. Parkende Autos kämen noch dazu. Eine Lücke zu finden, sei oft gar nicht so einfach. Und die Autowerkstätten in der Torstraße arbeiteten jeden Tag, oft auch am Wochenende. Probefahrten fänden auf der Torstraße statt und das meist mit großer Geschwindigkeit.

Als letzten Beitrag zeigte Bürgermeister Reischl eine Videoaufzeichnung von Gunter Reinhart aus der Straße Am Eichenberg in Hebertshausen. Dort gebe es viel Durchgangsverkehr, obwohl dies eigentlich gar nicht erlaubt sei. Überhöhte Geschwindigkeit sei auch ein Problem. Am Eichenberg gibt es keine Abgrenzung der Straße zum Bürgersteig. Fußgänger und Kinder bewegten sich daher sehr nahe am fließenden Verkehr. Reinharts Bitte zum Schluss: eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wäre schon einmal eine Verbesserung.

Bürgermeister Reischl bedankte sich bei den Rednern. Wegen des Radweges von der Freisinger Straße nach Prittlbach stehe er mit dem Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann in Verbindung. Die Straße und die Fläche für einen Radweg gehören zur Stadt Dachau. Es laufen noch Verhandlungen mit den Grundstückeigentümern. „Es sieht gut aus, zumal auch der OB sich für einen Radweg einsetzt“, sagte Reischl.

Im Anschluss an die öffentliche Anhörung im großen Sitzungssaal des Rathauses fand dann die angesprochene Klausur des Gemeinderates statt. Dazu wurde auch der Verkehrsexperte der Polizei Dachau, Andreas Knorr, eingeladen. Entsprechende Beschlüsse sollen laut Bürgermeister Reischl in der Oktobersitzung des Gemeinderats gefällt werden. Klaus Rabl

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