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In Hebertshausen müssen die Eltern drei Monate keine Kita-Gebühren zahlen. Grund: Corona.

Wegen Corona-bedingter Schließung

Zur Unterstützung der Eltern: Gemeinderat Hebertshausen erlässt drei Monate lang die Kita-Gebühren

Eine gute Nachricht für Eltern in Hebertshausen: Nachdem die Kitas in Bayern wegen der Corona-Pandemie seit 16. März geschlossen sind, wird die Gemeinde nun Eltern die Gebühren für drei Monate erlassen.

Das hat der Gemeinderat in seiner ersten Beratung in der neuen Legislaturperiode einstimmig entschieden. Der Beschluss betrifft zwar nur Familien, deren Kinder die kommunalen Einrichtungen, also Krippe oder Kindergarten Sankt Peter in Ampermoching, besuchen. Allerdings ist zu erwarten, dass auch die Träger der übrigen Kitas im Ort ähnliche Regelungen treffen.

Denn die Staatsregierung hat angekündigt, die Einrichtungen im Gegenzug zum Erlass der Elterngebühren mit Pauschalen für diese Zeit zu unterstützen.

Das Besondere in Hebertshausen: Entlastet werden sollen in Krippe und Kindergarten Sankt Peter alle Familien – also auch die Eltern, die etwa als Ärzte, Lehrerin oder Verkäufer in der sogenannten „kritischen Infrastruktur“ tätig sind und deshalb ihre Kinder in der Notbetreuung unterbringen. So werden vier von 32 Plätzen in der Krippe aktuell genutzt, auch 17 Mädchen und Buben kommen in den Kindergarten, den regulär 80 Kinder besuchen.

Auch die Familien dieser „Notbetreuungskinder“ erhalten nach dem einstimmigen Willen des Gemeinderats die Gebühren zurück. „Wir wollen damit die Wertschätzung zum Ausdruck bringen für die Mütter und Väter, die in den wichtigen systemrelevanten Berufen arbeiten und in dieser Zeit besonders belastet sind“, erklärte Bürgermeister Richard Reischl. „Wir könnten damit ein Vorbild geben für andere Gemeinden“, sagte Marianne Klaffki (SPD).

Nachdem die Elterngebühren für April und Mai schon abgebucht wurden, bekommen die Eltern eine Rückerstattung, sobald die schriftliche Förderrichtlinie des Freistaats vorliegt. Weil die staatlichen Pauschalen nicht kostendeckend sind, zudem eine Kompensation nicht bezahlt wird für Kinder in Notbetreuung, entsteht in der der Rathauskasse ein Defizit bis zu 7000 Euro.

Ob BRK und Kirche als Träger der übrigen zwei großen Kitas im Ort den Gebühren-Erlass auf alle Familien ausdehnen, bleibt abzuwarten. Petra Schafflik

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