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Der Rübensamen wird ausgesät: Die sechs am Traktor hängenden Rübensämaschinen legen den Samen in Reihen in genauen Abständen von 45 und 50 Zentimetern aus.

Aussaat einer süßen Frucht

Die Heimatzeitung begleitet die Zuckerrübe vom Feld bis zum Verbraucher

Landwirtin Veronika Eisenhofer betont:  „Es ist uns ein Anliegen, dass die Leute auch wissen, was auf den Feldern ihrer Heimat wächst!“ Grund genug, eine spezialle Fraucht mal genauer zu beleuchten: Die Dachauer Nachrichten begleiten der Zuckerrübe auf ihrem Weg – von der Aussaat, über die Ernte, bis zur Weiterverarbeitung.

Welshofen – Die großen Berge mit weißem Gemüse, die man im Spätsommer überall im Landkreis auf den Feldern liegen sieht, sind: natürlich Zuckerrüben, werden die meisten sagen. Doch Bäuerin Veronika Eisenhofer aus Welshofen kann ein Lied davon singen, dass das beileibe nicht jeder weiß: „Was macht ihr denn da, und was erntet ihr? Das wurden wir schon oft gefragt bei der Arbeit“, erzählt sie. Grund genug, die Zuckerrübe mal genauer zu beleuchten: Die Dachauer Nachrichten begleiten die Frucht auf ihrem Weg – von der Aussaat, über die Ernte, bis zur Weiterverarbeitung.

Mitte des 18. Jahrhunderts fand ein Chemiker heraus, dass die Süße in der Futterrübe derselbe Zucker ist, wie der im Zuckerrohr, einer sehr teuren Handelsware. Von da an züchtete man verstärkt Rüben mit höherem Zuckergehalt und weitete den Anbau aus.

Im Landkreis Dachau werden inzwischen auf knapp 1000 Hektar Ackerfläche Zuckerrüben angebaut. Angefangen hat ihr Weg schon im letzten Spätsommer, da wurde auf den Flächen eine sogenannte Zwischenfrucht in Form von Gelbsenf, Phacelia und anderen dafür geeigneten Pflanzen ausgesät. Die Pflanzen dienen der Bodenlockerung und binden in ihrer Pflanzenmasse Nährstoffe.

Nun wurden die über den Winter abgefrorenen Pflanzenteile oberflächlich in den Boden eingearbeitet. Sie schützen den Boden vor Erosion und sind ein gefundenes Fressen für Regenwürmer. Die sechs am Traktor hängenden Rübensämaschinen legen derweil den Rübensamen in Reihen aus. Danach heißt es erst mal warten, bis in ein paar Wochen die Unkrautbekämpfung beginnt.

Dann heißt es erneut warten, Anfang September sind die Rüben dann meist erntereif. Die Rodung kann dann bis November dauern, und je nach Termin für die Weiterverarbeitung zu Rübenzucker werden die Rüben an den Feldern gelagert, bevor sie zur Verarbeitung ins Werk der Südzucker AG nach Rain am Lech gefahren werden.

Damit dann beim Anblick besagter Haufen am Straßenrand keine Fragen mehr offen sind, begleiten wir die Familie Eisenhofer und ihre Zuckerrüben auf ihrem Weg diesen Sommer, denn: „Es ist uns ein Anliegen, dass die Leute auch wissen, was auf den Feldern ihrer Heimat wächst“, sagte Veronika Eisenhofer.

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