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Mit Meisterwerk: Künstler Heinz Eder mit Claudia Fleischer und dem „Gockel“.

Ausstellung von Heinz Eder

Dem Bleistift treu geblieben

Lauterbach/Dachau – Der renommierte Dachauer Künstler Heinz Eder, dessen Werke auch im Ausland auf großen Zuspruch gestoßen sind, hat für seine Ausstellung „Schaug her, wia de Zeit vageht“ das restaurierte Alte Schulhaus in Lauterbach gewählt.

Und das hat seinen Grund: Heinz Eder hat von Anfang bei der Neugestaltung des Hauses mitgewirkt, einmal als Berater und „durch harte Knochenarbeit“, wie die Vorsitzende des Fördervereins Alte Schule Lauterbach, Claudia Fleischer, berichtet. „Wir sind stolz darauf“, sagte sie bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste, die sich bei der Vernissage in dem Gebäude drängten.

Es handelt sich um die erste große Veranstaltung in der Neuen Alten Schule überhaupt. „Das Dorf hat gewonnen“, sagte die Lauterbacherin Gabriele Oswald Kammerer, die sich vehement für den Erhalt des Hauses eingesetzt und Heinz Eder in Zusammenhang mit ihrer Funktion als Leiterin der Greta-Fischer-Schule in Dachau kennengelernt hatte.

Für seine künstlerischen Projekte mit Kindern und die Illustration von Kinderbüchern ist Eder mehrfach ausgezeichnet worden. Das in zweieinhalbjähriger harter Arbeit von Grund auf erneuerte Haus erweist sich idealer Ort, um Eders Werke aus „50 Jahre für ein Leben mit der Kunst“ auf zwei Etagen ins rechte Licht zu rücken.

Als Laudator würdigte Klaus Münzenmaier, ein enger Freund und Weggefährte, Eders großartige Leistung. Dieser lasse sich durch nichts aus der Ruhe bringen, „wenn es um die Kunst geht“. Eder sei seinem Handwerkszeug, dem Bleistift, treu geblieben. Seine Zeichnungen mit messerscharfen Strichen oder nicht zu Ende geführten Linien „leben“. „Jedes Modell auf den Aktzeichnungen erzählt eine Geschichte“, so Münzenmaier. Schritt für Schritt sei die Farbe hinzugekommen – leuchtende Farben, unter anderem Rot und Gold. Aus der jüngeren Schaffensphase stammen die bunte Tische und Stühle, die ein positives Lebensgefühl ausstrahlen.

Auf einer Wand im Obergeschoss ist der Naturfreund Eder zu entdecken. Dort entwickeln sich „Äste zu Lebewesen“ mit erotischer Ausstrahlung. Und es gibt noch den im Eingangsbereich platzierten, nicht zu übersehenden prächtigen Gockel, der an den schon berühmten Gockel am Denk-Haus in Dachau erinnert. „Vielleicht findet sich hier im Haus ein Platz dafür“, meinte Klaus Münzenmaier als Tipp für die Gemeinde Bergkirchen, die offiziell nicht vertreten war.

ink

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