Appell des Helferkreises Asyl

Hilfe für die Helfer

Schwabhausen - Viel Arbeit hat der Helferkreis Asyl Schwabhausen. Sie ist allerdings auf zu wenig Schultern verteilt. Dringend werden noch Freiwillige gesucht.

Ein kleiner Hilferuf der Helfer hat jetzt den Schwabhauser Gemeinderat erreicht: Der Helferkreis Asyl bräuchte dringend personelle Unterstützung, wie Heike Giesche (UBV) wusste. Sie berichtete von Gesprächen mit Damen aus dem Helferkreis. Ihre Bitte, den Helferkreis doch in eine Gemeinderatssitzung einzuladen, will Bürgermeister Baumgartner („sehr gerne“) entsprechen.

Nachdem sich zuletzt einige Helferinnen zurückgezogen haben, besteht der Kern der Aktiven nur noch aus etwa 15 Frauen. Männer fehlen dagegen gänzlich, was in mancherlei Hinsicht natürlich auch Probleme bereitet.

Eine der engagierten Damen, Lisa Kahles, bestätigte auf Nachfrage, dass sich der verbliebene Kern zwar „sehr gut zusammengefunden“ habe, aber zu viele Aufgaben auf zu wenig Schultern verteilt sind. „Wir brauchen jemanden, der uns Zeit schenkt für die vielen alltäglichen Dinge, die einfach aufhalten“, betont Kahles, die seit Anfang an dabei ist. Damals im Sommer vor zwei Jahren hatte es rund 60 Interessierte gegeben, etwa ein Drittel blieb dann auch bei der Stange.

„Wir brauchen niemanden, der sich tagelang in der Anlage aufhält“, sagt Lisa Kahles. Die kleinen Dinge wie die Hilfe beim Übersetzen und Ausfüllen von Formularen etwa oder auch Behördengänge selbst seien das Problem: „Es gibt viele Baustellen.“ Die Flüchtlinge sollten auch keinesfalls „gepampert“ werden, Hilfe zur Selbsthilfe sei besser. „Aber vieles können sie einfach selbst noch nicht bewältigen.“

Fünf der im mit rund 75 Bewohnern voll besetzten Containerdorf an der Arnbacher Straße Untergebrachten sind inzwischen anerkannte Asylbewerber und benötigen jetzt Hilfe bei der Wohnungssuche. Darunter ist auch eine werdende Mutter.

Für Helfer gäbe es also genug zu tun. Sie würden von den Erfahrungen des Helferkreises profitieren, denn: „Sie würden nicht ins kalte Wasser geworfen,“ sagt Kahles.

Wer mithelfen möchte, kann sich zum Beispiel bei den engagierten Damen Lisa Kahles, Monika Schmid oder Eva Kitir melden. Auch die Gemeindeverwaltung vermittelt gerne den Kontakt zum Helferkreis.

tor

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