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Wo bayerische und amerikanische Eigenarten verschmelzen: Mit der Gestaltung des HiFive in Dachau-Ost haben Franz Göttler, Tini Ammann und Matthias Schilcher (v.l.) einen Design-Preis gewonnen

Design-Preis für Dachauer Burgerrestaurant

Im HiFive trifft Amerika auf Wirtshaus

Mit der Einrichtung im HiFive haben Designer Tini Ammann, Franz Göttler und Gastronom Matthias Schilcher den internationalen iF- Design-Award gewonnen. In dem Burgerrestaurant verbinden sie amerikanische Diner- Elemente und bayerische Wirtshauskultur.

Als Roxi-Besitzer und Kochwirt Matthias Schilcher 2014 das heutige Burgerrestaurant HiFive in Dachau-Ost in Angriff nahm, stellte sich für ihn und sein befreundetes Designerpaar Tini Ammann und Franz Göttler aus Dachau die Frage: „Was wollen wir daraus machen? Der Umgriff ist ja nicht so verlockend – mitten im Gewerbegebiet“, erzählt Matthias Schilcher grinsend. 

Jetzt haben die drei Freunde den iF-Design Award, einen international anerkannten Preis für Gestalter aus aller Welt, für die Einrichtung des Burgerrestaurants gewonnen. Die Jury lobte vor allem das Verschmelzen der bayerischen und amerikanischen Eigenarten im Design von Tini Ammann und Franz Göttler: „Elemente aus beiden Kulturen lassen einen neuen, ganz besonderen Charakter entstehen. Die Wandverkleidung – ein typisches Element in bayerischen Wirtshäusern – wurde neuinterpretiert und zu einem zentralen Element gemacht. Außerdem schaffen die amerikanischen Sitzecken eine gemütliche Atmosphäre“, schreibt die Design Award- Jury in ihrer Begründung. 

„Uns war von Anfang an klar, dass das kein Wirtshaus wird“, erzählt der gelernte Schreiner und Gastronom Matthias Schilcher. „Wir haben einfach versucht, amerikanische Diners-Elemente mit Elementen aus dem bayerischen Wirtshaus zu verbinden“, so Innenraum-Designer Franz Göttler. Die Liebe zur Heimat zeigt sich auch in den verwendeten Materialien, erklärt Matthias Schilcher: Zum Beispiel wurden regionale Hölzer, wie die Fichte eingebaut.

 Auch für die Speisekarte versucht Matthias Schilcher ausschließlich lokale Produkte zu verwenden: „Mir ist es einfach wichtig, dass ich weiß, wo unser Fleisch herkommt, und dass man das hernimmt, was sowieso schon da ist.“ Deswegen verwendet er Burgerfleisch aus Pfaffenhofen an der Glonn und lässt sich seine Burgersemmeln von der Biobäckerei Polz liefern.

 Doch auch die amerikanischen Stilelemente kommen nicht zu kurz: Neben den Burgern auf der Menükarte sind die gemütlichen Sitznischen Teil der amerikanischen Restaurantkultur – ein perfektes Zusammenspiel. Dass die drei Freunde Matthias Schilcher, Tini Ammann und Franz Göttler mit ihrem Konzept den Design Award gewinnen – damit hat keiner von ihnen gerechnet: „Der Preis ist in der Designwelt schon etwas ganz Besonderes“, erzählt Tini Ammann. Inmitten von Gestaltungsprofis aus über 50 Ländern saß das Trio in der Münchner BMW-Welt und konnte es kaum glauben. „Ich hab nur gesagt, Franze, bist da sicher, dass mir des san?“, so Matthias Schilcher. 

Doch goldener Design-Award hin oder her, die Designerin Tini Ammann bleibt bescheiden: „Das Wichtigste ist, dass sich der Kunde wohlfühlt, wenn er reinkommt.“ Gleichzeitig steckt aber viel Herzblut im HiFive-Design. Denn Ziel war es, alles selbst herzustellen. Sogar über die Kupfernieten an den Stühlen haben die Designer mehrere Tage diskutiert: „Man muss aber gar nicht sehen, wie viel Durchhaltevermögen dahinter steckt – und wie viel Bescheuertheit“, sagt Tini Ammann.

Anna Schwarz

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