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Schaufeln, baggern, sägen: Junge Asylbewerber halfen bei den Arbeiten.

Grünfläche an der Bahn

Asylbewerber klagen: Turner hat uns nicht bezahlt

Karlsfeld - Asylbewerber klagen, Gemeinderat Andreas Turner soll sie für ihre Hilfe bei Rodungs- und Planierarbeiten nicht bezahlt haben.

Andreas Turner, Gemeinderat der Bündnis-für-Karlsfeld-Fraktion, hat auf einer Grünfläche an der Wehrstaudenstraße in großem Maße Bäume, Sträucher und andere Pflanzen beseitigt (wir berichteten). Bei den Rodungs- und Planierarbeiten im Auftrag des Grundstückseigentümers Markus Fleischmann halfen Asylbewerber. Eine Bezahlung sei nicht vereinbart worden, sagt Turner.

Dies entspreche nicht der Wahrheit, entgegnet ein Mitglied des Asyl-Helferkreises Karlsfeld. Die jungen Asylbewerber hätten sich an ihn gewandt und beklagt, entgegen der Übereinkunft mit Turner kein Geld oder zu wenig Geld bekommen zu haben. Das Helferkreis-Mitglied nennt Beispiele. So habe einer der Asylbewerber für rund 56 Stunden Arbeit kein Geld, ein anderer für 25 Tage Arbeit nur 141 Euro erhalten. „Das ist Ausbeutung“, sagt das Mitglied des Asyl-Helferkreises.

Turner hatte betont, die Männer von einem Lauftreff her persönlich zu kennen. Auf dem Grundstück habe man nur Gartenparzellen anlegen wollen, die die Asylbewerber nutzen können.

Nach Ansicht des Landratsamtes sind die Rodungs- und Planierarbeiten auf der rund 2000 Quadratmeter großen Fläche genehmigungspflichtig, weil ein elementarer Eingriff in Natur und Landschaft vorliege. Die Behörde untersagte deshalb alle weiteren Arbeiten.

Turner habe zwar Recht gehabt mit seiner Feststellung, dass der Grundstückseigentümer und das Landratsamt ihre Einschätzung auf der Grundlage zweier verschiedener Flächennutzungspläne getroffen haben. Dies ändere aber nichts daran, dass es sich um einen schützenswerten Bereich handelte, so Wolfgang Reichl, Pressesprecher im Landratsamt. „In beiden Planfassungen ist in diesem Bereich Gehölzbestand vermerkt. Der Baustopp bleibt bestehen.“ tol

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