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Von der Frontladerschaufel eines Bulldogs aus wurden die 672 kleinen Enten ins kalte Nass der Ilm geschmissen.

5. Entenrennen in Hilgertshausen an der Ilm

Ein Rennen, das keiner verpassen will

Das Schmuddelwetter am Ostermontag konnte weder jung noch alt davon abhalten, auf das nunmehr 5. Entenrennen zu verzichten. 672 Plastikenten wurden von einer Frontladerschaufel aus ilmabwärts geschickt. Eigentlich war schnell klar, welche vier Enten das Rennen machen – wäre da nicht der verflixte Strudel gewesen.

Hilgertshausen – Jede Ente war mit einer Nummer versehen, also war schnell klar, wessen Enten die Schnellsten waren: Nach und nach setzten sich vier gelbe und zwei pinkfarbenen Ente vom großen Starterfeld an der Ilmbücke auf Höhe der Bründlkapelle ab. Doch zur Freude der vielen Zuschauer verfingen sich diese sechs Enten nur 30 Meter vor dem Ziel an einem kleinen Strudel, strandeten – und mussten dann zusehen, wie sie nach und nach von den anderen Enten überholt wurden.

Als erste Ente kam die von Benedikt Fottner auf die Überholspur. Die Ente des vierjährigen Buben war dann auch von nichts mehr zu bremsen. So gewann Benedikt, der mit seinem Vater Josef Fottner an dem lustigen Wettbewerb teilgenommen hatte, den Hauptpreis: Einen von dem Hobby-Piloten Klaus Glas gestifteten Flug über Hilgertshausen.

Die Wettbewerbs-Sieger: 2. Ludwig Reisner, 1. Benedikt Fottner mit Vater Josef und 3. Katinka Klink (v.l.).

Auf den 2. Platz schaffte es die Ente von Ludwig Reisner aus Stadelham, und die Hilgertshauser Schülerin Katinka Klink durfte sich über den 3. Platz freuen. Die Ente von Benedikt Bodner kam auf dem 4. Platz an der Brücke am alten Sportplatz an und Hannes Brandstetters Entlein belegte den 5. Platz. Dank der Spenden der Sparkasse und der Volksbank-Raiffeisenbank sowie weiteren Sponsoren aus der Hilgertshauser Geschäftswelt wurden über 50 Geld- und Sachpreise beim Entenrennen der Hilgertshauser Schützenjugend verteilt.

Organisationsleiter dieses ulkigen Wettbewerbs war auch heuer wieder Florian Probsdorfer, der wegen des schlechten Wetters nicht im Traum eine so große Beteiligung erwartet hätte. Aber innerhalb der letzten Stunde vor dem Start standen Frauen, Männer und Kinder, die alle ihr Glück versuchen wollten, vor der Anmeldung Schlange. Die Veranstalter waren sogar gezwungen, den Start um eine halbe Stunde zu verschieben.

Mit Rückenwind hatte dann aber auch die langsamste Ente die 350 Meter-Strecke nach 40 Minuten bewältigt. Nach der Siegerehrung suchten sich viele der Zuschauer einen windstillen Platz in den beiden Zelten, wo es nicht nur Getränke gab, sondern seitens der Schützenjugend von Ilmtaler Gumpersdorf auch zu Kaffee und Kuchen eingeladen wurde.

Gespannt warteten die vielen Teilnehmer nach dem Rennen auf die Bekanntgabe der schnellsten Enten.

Heiße Rhythmen vor und nach der Siegerehrung sorgten für gute Unterhaltung. Das Entenrennen lieferte den Beweis, dass auch die Leute im oberen Ilmtal nach dem langen Feiertags-Wochenende endlich mal wieder ins Freie wollten, egal wie das Wetter ist.

(ost)

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