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Stürmischen Applaus ernteten die Nürnberger Symphoniker hier mit Dirigent Christian Simonis und Startenor W onjong Lee beim 6. Tanderner Sommerkonzert im Schlosshof. 

6. Tanderner Schlosskonzert begeistert

Romantik im Schlosshof für 500 Besucher

Das 6. Tanderner Sommerkonzert mit den Musikern der weltbekannten Nürnberger Symphoniker am Samstagabend in der herrlichen Sommernacht im romantischen Schlosshof war ein voller Erfolg.

Tandern– Unter dem Motto „Dein ist mein ganzes Herz“ haben die Nürnberger Symphoniker im Innenhof des Schlosses eine musikalische Meisterleistung dargeboten und erneut ihr international anerkanntes Können bewiesen.

Mit einem beschwingten Programm voller Walzer, Polkas und Marschmusik gratulierten die 54 Musiker Jacques Offenbach und Franz von Suppé zu ihrem 200. Geburtstag und spielten sich so in die Herzen der gut 500 Konzertbesucher. Bereits zum sechsten Mal bereicherte der Verein Zukunft Tandern mit seinen Sommerkonzerten mit großem Erfolg das kulturelle Leben in der Gemeinde. Für Vorsitzenden Hans Glas und dessen Stellvertreter Gerhard Huber, der für die Organisation dieser Sommerkonzerte sorgt, ist es eine große Freude, für das diesjährige Sommerkonzert als weiteres Highlight eine so großartige Musikergruppe präsentieren zu können, die in der ganzen Welt mit ihrem Kulturprogramm begeistert. Glas bedankte sich bei Familie Altmann für die Zurverfügungstellung ihres Schlosshofes.

Das Vorprogramm bestritt auch heuer wieder musikalisch der Chor der 6. und 7. Klassen des Gymnasium Markt Indersdorf unter der Leitung von Musiklehrerin Tanja Wawara. Das Chorsingen hat am Gymnasium Indersdorf einen besonderen Stellenwert, rund 200 Schüler des Gymnasiums singen derzeit in einem der vier Chöre. Wie bereits im Vorjahr war das Publikum begeistert von den Darbietungen des jungen Chores. Mit ungetrübter Musizierfreude präsentierten die Jugendlichen ihre Fähigkeiten und freuten sich über die großartige Kulisse, die ihnen im Schlosshof geboten wurde.

Das Ensemble der 1946 gegründeten Nürnberger Symphoniker mit ihrem Dirigenten Christian Simonis, der seit über 15 Jahren gern gesehener Gastdirigent ist, und mit echtem Wiener Charme auch durch das Geburtstags- Programm führte, eröffnete seinen Auftritt mit der Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss. Dazu gehörte auch das Auftrittslied des Barinkay aus der gleichnamigen Operette „Ja das alles auf Ehr“, das von der kräftigen Stimme des Solisten und Tenors Wonjong Lee begleitet wurde.

Der Startenor, dessen Stimme mehrmals im Programm zu hören war, wurde bereits mit zahlreichen internationalen Preisen gewürdigt und auch bei diesem Konzertabend mit großem Applaus bedacht.

Es folgten Polka-Melodien von Josef und Eduard Strauss, „Die Libelle“ und „Hectograf“. Im vollen Glanz des Orchesters erklang auch der Kaiserwalzer. Es ist das zweifellos bekannteste Werk von Walzerkönig Johann Strauss, das er 1889 aus Anlass der Eröffnung des Berliner Konzertsaal-Königsbaus komponiert hatte. Von Franz Lehar, dem König der silbernen Operettenära, stammt das Lied „Dein ist mein ganzes Herz“ aus der Operette „Im Land des Lächelns“, das zur Huldigung des 200. Geburtstages von Jacques Offenbach und Franz von Suppe dargebracht wurde. Franz von Suppé hatte die folgende Ouvertüre zu dem Volksstück „Dichter und Bauer“ komponiert, wie sie von den Musikern klangvoll aufgeführt wurde.

Von Franz Lehar stammte auch das Wolgalied aus der Operette „Der Zarewitsch“: „Hast Du dort droben vergessen auf mich“ und das Musikstück „Schön ist die Welt“ aus der gleichnamigen Operette. Den Abschluss des Musikprogrammes bildete die Ouvertüre zur Operette „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach als Würdigung für Offenbachs 200. Geburtstag. Offenbach war ein deutsch-französischer Komponist und Cellist und gilt als Begründer der modernen Operette als eigenständiges Genre des Musiktheaters, so war er aller Huldigung durch die Symphoniker wert.

Nach zwei Zugaben zum Abschluss wurden die Musiker mit minutenlangem, stürmischem Beifall von der Bühne verabschiedet.

Hans Glas dankte Dirigent Christian Simonis und den Musikern, „die einen herrlichen Zauber in die warme Sommernacht brachten und wahre Begeisterungsstürme ausgelöst hatten“.

In den Pausen konnten die Besucher die angebotenen kleinen Speisen und Getränken aus den Schlossarkaden genießen.

Zum Ausklang des Konzertabends unterhielt, wie in den Vorjahren, stimmungsvoll die lokale Musikgruppe „Tanderner Saitentratzer“ die vielen Gäste.

fh

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