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Die Försterin Lisa Schubert engagiert sich für die Weginstandsetzung zum Hilgertshauser Gemeindewald. 

Beschädigter Rückeweg in Hilgertshausen soll hergerichtet werden

Der Weg zum Gemeindewald ist kaputt

Der zum Hilgertshauser Gemeindewald führende, desolate Rückeweg soll hergerichtet werden. Der Gemeinderat ließ sich von der Revierförsterin überzeugen.

Die Revierförsterin Lisa Schubert, die im Forstrevier Markt Indersdorf tätig und so auch für Hilgertshausen zuständig ist, hat den Gemeinderat Hilgertshausen-Tandern davon überzeugt, dass der zum Gemeindewald führende, desolate Rückeweg dringend einer Instandsetzung bedarf.

Der Hilgertshauser Gemeindewald in Richtung Neuried ist sieben Hektar groß und wirft alljährlich einen Gewinn zwischen 1000 und 2000 Euro ab. Waldbaulich habe der Gemeindewald Vorbildcharakter, sei ein Naherholungsgebiet für die Bürger, insbesondere bei Führungen für Kinder.

Auf 450 Metern sei die Gemeinde selbst für den derzeit von Schlaglöchern übersäten Weg zum Gemeindewald zuständig, insgesamt gehe es um eine Weglänge von rund 1000 Metern, die herzurichten sei.

Der Gemeindewald selbst sei im Umbau. „Wir setzen auf Mischbestände und Naturverjüngung bei Nadelgehölz“, so die Försterin, die an das Bayerische Waldgesetz erinnerte, das die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder vorschreibt. „Und dazu gehört auch eine bedarfsgerechte und naturschonende Erschließung“.

Gut erreichbar müsse der Wald auch für Feuerwehr-und Notarzteinsätze sein. „Eine schnelle Rettungskette im Wald ist unabdingbar“, sagte Schubert. Ein intakter Weg zum Wald solle auch eine perfekte Naherholungsstrecke für die Bürger sein, ohne dass das Wild groß gestört wird. Die Försterin plant, den Weg auf der gesamten Strecke bis hin zum Holzlagerplatz in einen guten Zustand zu versetzen. Das sei dann ein Mehrwert für alle zehn anliegenden Waldbesitzer.

Die Pfarrpfründe hätten ihre Beteiligung bereits zugesagt. Ein guter Weg sei Voraussetzung für ein maschinen- und wegeschonendes Arbeiten für alle ausführenden örtlichen Unternehmer im Gemeindewald. Die Organisation und die Bauleitung für den Wegebau übernimmt das Forstamt in Zusammenarbeit mit der Waldbauernvereinigung. Das habe sich auch in anderen Gemeinden schon bewährt.

Die WBV wird, vorausgesetzt, die Waldbesitzer machen mit, Angebote zur Waldweginstandsetzung einholen. „Wer zahlt’s?“ lautete eine Frage aus dem Kreis der Gemeinderäte. Dazu erklärte die Försterin: „Es geht hier um eine einmalige Investition der Gemeinde, keine langfristigen Verpflichtungen.“

Die Gemeinde übernimmt 75 Prozent der Kosten, so dass nach Schätzung der Försterin rund 16 000 Euro Kosten auf die Gemeinde zukommen. Von den übrigen beteiligten Waldbesitzern müssten 500 Euro pro anliegendem Hektar geleistet werden. Für 23 Euro pro laufendem Meter Weg sollte man bald wieder trockenen Fußes in den Gemeindewald gelangen.

Welches Material in den sensiblen Boden eingebaut werden soll, wollte Gemeinderat Hans Pröbstl (WG Hilgertshausen-Tandern) wissen. Das soll laut Schubert Betonbruch sein. Vor Beginn der Arbeiten gibt es aber noch eine Info-Veranstaltung für die beteiligten Waldbesitzer, von denen man noch Beteiligtenerklärungen einholen will. Zum Mehrwerterhalt müsste bei späteren Schäden am Weg der verursachende Waldbesitzer aufkommen.

Bereits bis Ende dieses Jahres erwartet die Försterin die Fertigstellung des Weges, was mit einem kleinen Einweihungsfest gefeiert werden soll. Josef Ostermair

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