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Ein Prosit auf Hans Kornprobst (rechts) mit Dr. Markus Hertlein, Resi Kornprobst und Martin Güll (v.l.).

Bürgermeister Hans Kornprobst verabschiedet

Ein überaus beliebter Mann

Mit zünftiger Blasmusik hat die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern Bürgermeister Hans Kornprobst verabschiedet. Kornprobst ist aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Gemeindechefs zurückgetreten.

Hilgertshausen-Tandern – Nachfolger Markus Hertlein freute sich riesig, dass zu dem kleinen Festakt zu Ehren des scheidenden Gemeindeoberhaupts nahezu alle geladenen Gäste gekommen sind. Auch Landrat Stefan Löwl ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein.

Die große Liste der Honorartioren reichte von Altbürgermeister und Ehrenbürger Hermann Zanker, dem Leiter der Verwaltung im Rathaus, Hans Schweiger, bis hin zu den Leiterinnen der beiden Schulen und den beiden Feuerwehrkommandanten in der Gemeinde.

Im Mittelpunkt aber stand Hans Kornprobst mit Ehefrau Resi und den Kindern Irene, Hubert und Michael. Der Gemeinderat, der Kornprobst zum Altbürgermeister ernannte, durfte natürlich nicht fehlen.

Die Laudatio auf Kornprobst war dem 2. Bürgermeister, Adi Doldi, vorbehalten, der zuletzt ja für einen längeren Zeitraum Kornprobst vertreten hatte. Doldi stellte heraus, dass Kornprobst als Bürgermeister bei den Gemeindebürgern, den Mitarbeitern, dem Gemeinderat, den Bürgermeisterkollegen, im Kreistag und im Landratsamt überaus beliebt gewesen sei und große Wertschätzung erfahren habe. „Das ist auch nicht verwunderlich, denn mit Deiner offenen Art, auf die Leute zuzugehen und ihnen Respekt und Aufmerksamkeit entgegenzubringen, mit deiner verständnisvollen, immer auf Ausgleich bedachten Art, hast du dir überall große Sympathien erworben“, unterstrich Doldi.

Beim nächsten Weiberfasching bestehe bei den Hilgertshauser Hexen sogar die Absicht, Kornprobst den Titel „Bürgermeister der Herzen“ zu verleihen. In 18 Jahren als Gemeinderat und neun Jahren als 1. Bürgermeister habe Kornprobst viel Positives für die Gemeinde bewirkt. So erinnerte Doldi, dass in der Ära Kornprobst der leerstehende Pfarrhof in Hilgertshausen zur Kinderkrippe umgebaut wurde und der große Solarpark in Unterdinkelhof entstand. Diese Investition sei eine Win-Win-Situation, denn hier sei bereits 8 Millionen Kilowatt sauberer Strom erzeugt worden.

In Kornprobsts Amtszeit fällt auch der Glasfasernetzausbau in Tandern, die Erweiterung und Anpassung der Mittagsbetreuung in der Grundschule und die Fertigstellung des Gewerbegebietes in Hilgertshausen. Zudem seien drei Ilmbrücken saniert sowie mehrere Ortsdurchfahrten, Verbindungsstraßen und Radlwege geschaffen oder saniert worden. Auch die Umsetzung von drei Bebauungsplänen habe Kornprobst mit unendlicher Geduld und großer Beharrlichkeit erreicht.

„Und immer hast Du den Eindruck vermittelt, dass Du bei allem mit vollem Herzen dabei bist und dass Du alles gern machst, was mit Deinem Amt als Bürgermeister zusammenhängt“, sagte Doldi. Kornprobsts positive Einstellung habe sich immer günstig auf seine Umgebung und die Ergebnisse seiner Arbeit ausgewirkt.

Ein ganz besonderer Dank galt Kornprobsts Familie, die ihm die notwendige Kraft für das Bürgermeisteramt gegeben habe. Kornprobst könne voller Stolz auf das zurückblicken, was er für die Gemeinde geschaffen habe. Ebenso wie der neue Bürgermeister wünschte auch Doldi Kornprobst viel Gesundheit im Ruhestand, bevor dieser sich in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen durfte.

Der Gemeinderat schenkte ihm zum Abschied einen Reisegutschein für Südtirol, und für Gattin Resi gab’s einen bunten Strauß Blumen. Auch der Landrat wartete mit einem Geschenk auf und erklärte, dass er schon als Abteilungsleiter im Landratsamt gut mit Kornprobst zusammengearbeitet habe. Im Kreistag darf Löwl mit Kornprobst ja weiterhin zusammenarbeiten.

Gerührt von den vielen Lobesworten, erklärte Kornprobst, dass ihm die Bürgermeisterei in all den Jahren Spaß gemacht habe. Gerade das Klima in der Verwaltung sei für ihn sehr angenehm gewesen.

Im Ruhestand möchte er sich nun die Gemeinde mehr mit dem Radl anschauen. Bevor es ans kalte Buffet ging, gab es stehende Ovationen für das ausgeschiedene Gemeindeoberhaupt.

ost

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