Jugendarbeit in Hilgertshausen und Tandern

Profis für die Jugend

Der Bedarf an Jugendarbeit steht für Markus Hertlein außer Frage. Deshalb betont der Bürgermeister von Hilgertshausen-Tandern die Bedeutung des Zweckverbands Jugendarbeit.

Hilgertshausen-Tandern – Die pädagogischen Mitarbeiter im Zweckverband Jugendarbeit, Sebastian Jaeger und Stephan Berghof, haben vor dem Gemeinderat gezeigt, was der Zweckverband im vergangenen Jahr in der kommunalen Jugendarbeit in Hilgertshausen und Tandern geleistet hat.

Sie berichteten über das Geschehen in den Jugendtreffs in beiden Ortsteilen und stellten fest, dass es mittlerweile auch in Tandern feste Öffnungszeiten gibt. Hier war der Kinoabend mit 40 Besuchern die erste größere Veranstaltung. Gefreut haben sich Jaeger und Berghof über das Engagement der Jugendlichen, die zur Renovierung des Jugendraumes in Tandern kräftig angepackt haben. Unterstützung gab es auch von den Eltern.

Laut Berghof kommen durchschnittlich 25 Kinder und Jugendliche in die Einrichtung in Tandern. „Es sind zwar weniger Mädchen als Buben, aber das ist normal“, sagte Berghof. Viele Kinder und Jugendliche würden beide Einrichtungen nutzen, die in Tandern und die in Hilgertshausen.

In Hilgertshausen ist das Jugendheim am alten Sportplatz an der Ilm seit zwei Jahren in Betrieb, hier verzeichne man im Gegensatz zu Tandern einen sehr hohen Mädchenanteil. 87 Besucher in einem Monat, das sei Rekord.

Das Betreuungsteam in beiden Einrichtungen sieht sich auch als Ansprechpartner für die Jugendlichen, wenn es zum Beispiel um Liebeskummer oder die Berufsplanung geht. Mittlerweile erreiche man auch Jugendliche aus Nachbargemeinden.

Berghof betonte, dass er wöchentlich bis zu zwei Stunden an den Schulen verbringe. Hier übernehmen die Jugendarbeiter auch Beratungen der Eltern. Die Zusammenarbeit mit den Schulen sei gut.

In den Jugendräumen in Tandern gab es 2018 eine Kinderfaschingsparty, eine Jugendparty und den Kinoabend. Auch Grillen am Außentreff war angesagt. Es gab auch einen Beauty-Day, ein Zuckerhaus-Bauen und ein Weihnachtskino. In Hilgertshausen sind der Spaghetti-Tag, die Halloween-Feier und die „Leberkaas-Action“ sehr gut angekommen. Weitere Höhepunkte waren die Wasserrutsche in Tandern und das Spielmobil während des Drei-Tage-Festes in Hilgertshausen.

Für Jugendliche ab 13 war GoKart-Fahren, ein Radlabenteuer am Brombachsee und Laser-Tag geboten. Außerdem haben die Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinde zahlreich an den Event-Wochen (Ostern, Pfingsten und Sommer) sowie am großen Kinderzeltlager teilgenommen.

Der Zweckverband Jugendarbeit kümmert sich seit September 2018 im Rahmen der Mittagsbetreuung um 29 Kinder in Hilgertshausen. Jaeger erklärte, dass das Angebot der Ferienbetreuung ausgebaut wurde. Bürgermeister Markus Hertlein begrüßt es, dass die Vereine aus der Gemeinde im Rahmen des Ferienprogramms in der Jugendarbeit mitwirken.

Die Statistik über die Einsatzstunden der pädagogischen Mitarbeiter interessierte eine Reihe von Gemeinderäten, da es hier ums Geld geht. In die Betreuung von Hilgertshausen und Tandern wurden 2018 1373 Stunden investiert. Weitere 189 Stunden leistete Berghof im Schulbereich. Er konnte die Projektarbeit weiter steigern. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Beratungsstunden für Schüler und Eltern fast verdoppelt. Die Öffnungsstunden für beide Einrichtungen wurden von 79 auf 118 Stunden ausgeweitet, sodass sich der Gemeinderat nicht wundern muss, wenn der finanzielle Aufwand für die Gemeinde deutlich größer wird.

Auch dem Wunsch des Tanderner Gemeinderats Christoph Hardt kam das Team nach: die Freitags-Termine in Tandern wurden mehr. Bürgermeister Hertlein unterstrich, dass „Berghof & Co.“ sehr guten Zugang zur Jugend haben und der Bedarf an Jugendarbeit nicht wegzudiskutieren sei. „Wenn die zentrale Wasserversorgung über einen Verband erfolgt, dann muss es sich die Gemeinde auch leisten können, Profis zur Jugendbetreuung über einen Zweckverband einzusetzen“, sagte Hertlein. Josef Ostermair

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