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Amtseid: Vize-Bürgermeister Adi Doldi (r) mit dem neuen Gemeindechef Markus Hertlein.

Bürgermeister Markus Hertlein vereidigt

Die Ära Hertlein beginnt

Die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern hat wieder einen vereidigten Bürgermeister. Dr. Markus Hertlein, seit 1. Mai im Amt, schwor, seine Pflichten gewissenhaft zu erfüllen. Und er wurde auch gleich zum Standesbeamten bestellt.

Hilgertshausen-Tandern – Nach Artikel 27 des Gesetzes über kommunale Wahlbeamte ist spätestens zu Beginn der ersten Sitzung, die der Gemeinderat nach Beginn der Amtszeit des Bürgermeisters abhält, der Diensteid zu leisten. So weit war es beim neuen Gemeindechef von Hilertshausen-Tandern, Dr. Markus Hertlein, am Montagabend.  

Die Gemeinderäte und die Bürger auf der Zuhörerbank erhoben sich von ihren Plätzen, als Vize-Bürgermeister Adi Doldi als das älteste anwesende Gemeinderatsmitglied Hertlein den Diensteid abnahm, was sich wie folgt anhörte: „Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Amtspflichten, so wahr mir Gott helfe“.

Anschließend bestellte der Gemeinderat Hertlein auch zum Eheschließungsbeamten. Den gesetzlichen Möglichkeiten nach können nämlich Gemeinden ihren Bürgermeister zum Standesbeamten bestellen, sofern dessen Aufgabenbereich als Standesbeamter auf die Vornahme von Eheschließungen und Begründung von Lebenspartnerschaften beschränkt ist.

„Das machen wir, damit Eheleute in ihrem Glück baden können“, scherzte Doldi. Einzige Forderung des Gesetzgebers: Der bestellte Bürgermeister soll zeitnah eine Kurzschulung besuchen. Zu dieser Schulung habe Hertlein schon sein Ja-Wort gegeben. Der nächstmögliche Termin ist allerdings erst am Dienstag, 26. September. Die einstimmig vorgenommene Bestellung gilt aber ab sofort.

Nach all den Förmlichkeiten wünschte Doldi dem neuen Gemeindeoberhaupt viel Gesundheit und Kraft. Doldi ist von einer gedeihlichen Zukunft der Gemeinde unter Hertleins Führung voll überzeugt. Hertlein, der der Fraktion der Wählergemeinschaft Hilgertshausen-Tandern angehört, bekam zur ersten Gemeinderatssitzung auch ein Geschenk. Fraktionssprecher Werner Kerzel schenkte ihm eine Glocke, die Verwendung finden soll, wenn zu später Stunde im Gemeinderat zuviel „geratscht“ wird.

Hertlein, der seit dem 1. Mai im Amt ist, zeigte auf, dass seine Tätigkeit für die Gemeinde zwar mit Maibaumaufstellen in Hilgertshausen und Tandern begonnen hat, er aber seither auch schon einige Termine zur künftigen Abwasserentsorgung in der Gemeinde wahrgenommen hat.

Schon nach diesen wenigen Tagen könne er sagen, dass die Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter Doldi und dem geschäftsleitenden Beamten Hans Schweiger gut funktioniere. Dass das so bleibt, sei ihm eine Herzensangelegenheit, denn der Motor einer Gemeinde bestehe aus den Bürgermeistern, den Gemeinderäten und der Verwaltung bis hin zum Bauhof. „Die stehen im Spiegel der Öffentlichkeit“, sagte Hertlein. Jeder dürfe seine Meinung einbringen, wenn das Ganze zielorientiert sei. Hertlein dankte seinem Vorgänger Hans Kornprobst, der ja aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt geschieden war. Mit ihm habe im Vorfeld seines Amtsbeginns schon ein reger Austausch stattgefunden. Kornprobst werde in einer Extra-Feierstunde verabschiedet.

Die Gemeinderäte lud Markus Hertlein nach der ersten Sitzung schon mal zu einer kleinen Kennenlernfeier in die Tafernwirtschaft von Niederdorf ein.

ost

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