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Norbert Schneider will Bürgermeister werden.

Bürgermeisterwahl in Hilgertshausen-Tandern

Der Herausforderer stellt sich vor

Hilgertshausen - Wer ist Norbert Schneider und was will er? Das wollten viele Wahlberechtigten aus der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern wissen. Der 39-Jährige ist Herausforderer von Markus Hertlein im Ringen um den Bürgermeister-Sessel.

Nicht weniger als 117 Frauen und Männer wollten wissen, wie der Bürgermeisterkandidat der vor Kurzem gegründeten Bürgerunion aussieht und was er vorhat. An der Nominierung von Norbert Schneider per Abstimmung beteiligten sich aber lediglich 43 Anwesende, die dann Norbert Schneider mit 41 Stimmen wählten. Darüber hinaus gab es zwei ungültige Stimmen.

Weil auch sein Konkurrent Markus Hertlein und dessen Anhänger im Häuserer-Saal waren, musste Schneider klar sein, dass sich diese Bürger nicht an der Wahl beteiligen würden. Das Nominierungsverfahren selbst hatte zudem bei einigen für Verwirrung gesorgt. Die wollten sich Norbert Schneider erst mal anhören, bevor sie ein Kreuzchen machen.

Außer Schneider stand kein anderer Name auf dem Stimmzettel. Man kann davon ausgehen, dass das Nominierungsverfahren am heutigen Donnerstag, wenn die Wählergemeinschaft Hilgertshausen-Tandern ebenfalls öffentlich Markus Hertlein zu ihrem Bürgermeisterkandidaten nominiert, ähnlich zugeht (19.30 Uhr, Häuserer-Saal).

Warum er als nun nominierter Kandidat der Bürgerunion Hilgertshausen-Tandern am Sonntag, 19. März (Josefi) zum Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Hans Kornprobst gewählt werden will, erklärte Schneider den Versammlungsbesuchern ausführlich. Er wünsche sich eine Kommunalpolitik zum Wohle der Bürger, und das über Parteigrenzen hinweg. „Nur so kann eine gute Entwicklung gelingen“, sagte der 39-Jährige selbstständige Schreinermeister, der im Nebenberuf Landwirt ist. Stillstand im Gemeindeleben und die Bewahrung des Erreichten sei ihm schlichtweg zu wenig. Zum Wohle der Gemeinde müsse Vergangenes offen und kritisch hinterfragt werden. Er wolle seine ganze Kraft auf die Entwicklung der über 3300 Einwohner zählenden Gemeinde richten. Leider gebe es immer noch „Wunden aus der Gebietsreform“ nach den Auseinandersetzungen zwischen Hilgertshausen und Tandern, „aber es wird nicht besser, wenn wir diese immer wieder aufreißen.“

Er setze auf einen starken Gemeinderat und den Bürger als kreativen Ideengeber sowie ehrliche Kritiker genauso wie auf eine moderne und innovative Gemeindeverwaltung als offener und kundenorientierter Dienstleister. Schneider, der CSU-Mitglied ist, sagte, er hoffe zudem auf verlässliche Partnerschaften auf Kreis-, Landes-und Bundesebene – „ein aktives und lebendiges Netzwerk im besten Sinne“.

Schwerpunkte seiner Arbeit als Bürgermeister seien die Lösung des Kindergartenproblems, ein Schulkonzept sowie die Themen Breitbandausbau, Bauhofbau und eine verbesserte Abwasserentsorgung. Mit Blick auf den demografischen Wandel müsse man mehr an altersgerechte Wohnungen denken. Dass es immer mehr ältere Menschen gebe, dürfe nicht zur Belastung werden, sondern sollte vielmehr als Chance für die Zukunftsgestaltung in der Gemeinde gesehen werden. Im gleichen Maße solle man auch auf junge Familien in der Gemeinde setzen. „Wer Familien stärkt und unsere Gemeinde für sie attraktiv macht, stärkt die ganze Gesellschaft.“ Schneider fordert den bedarfsgerechten Ausbau und vor allem die Flexibilisierung der Kinderbetreuung, den Erhalt und die Stärkung des Schulstandorts sowie die konsequente Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für junge Familien. Auch die Förderung von ortsansässigem Gewerbe der Arbeitsplätze und Steuereinnahmen wegen liege ihm am Herzen.

Schneider ist seit vielen Jahren stellvertretender Vorsitzender des TSV Hilgertshausen. Die ehrenamtliche Tätigkeit der vielen Bürger sei unverzichtbar, egal in welchen Bereichen.

Voraussetzung für seine Bürgermeisterkandidatur ist, dass er 80 Unterstützer-Unterschriften erhält, die im Rathaus bis Montag, 6. Februar, 12 Uhr, von allen Wahlberechtigten geleistet werden können. ost

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