Umstrittener Verlauf der Jungbürgerversammlung in Niederdorf

Harmonie oder Anmache?

Gab es Stress zwischen Jugendlichen aus Tandern und aus Hilgertshausen auf der Jungbürgerversammlung in Niederdorf, die unlängst stattfand? Es gibt darüber unterschiedliche Wahrnehmungen.

Hilgertshausen – Dass die von 60 Kindern und Jugendlichen besuchte Jungbürgerversammlung in Niederdorf ein voller Erfolg war, berichtete Bürgermeister Markus Hertlein auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. Sein Schwager, der Tanderner CSU-Gemeinderat Peter Schadl, sieht das anders: Er sprach von einer bedenklichen Situation, die das Eingreifen Hertleins erfordert hätte.

Wie Schadl betonte, sind seinen Informationen zufolge Jugendliche aus Tandern von Jugendlichen aus Hilgertshausen wegen ihrer Forderung nach einem Jugendraum in Tandern „angemacht“ worden, was ein paar Tanderner dazu veranlasste, die Versammlung vorzeitig zu verlassen. „Da hättest Du einschreiten müssen, ich bin enttäuscht von Dir“, wandte sich Schadl direkt an seinen Schwager Markus Hertlein.   

Der wiederum erklärte, von Streitereien überhaupt nichts mitbekommen zu haben. „Das ist doch totaler Quatsch, während der Versammlung ist überhaupt nichts in dieser Richtung vorgekommen“, sagte auch Gemeinderat und 2. Jugendreferent Hubert Oberhauser, der zusammen mit Isabel Kühnel (1. Jugendreferentin) die Versammlung begleitet hatte.

Auch Kühnl hat keinerlei Spannungen mitbekommen. Die beiden sind zusammen mit Stephan Berghof vom Zweckverwand Kinder- und Jugendarbeit bei der Versammlung von Tisch zu Tisch gegangen, um Vorschläge und Anregungen aus dem Kreis der Jugend zu sammeln und für Fragen zur Verfügung zu stehen.

„Ich ärgere mich über solche hinterhältige Behauptungen, die diese harmonisch verlaufene Versammlung ins falsche Licht stellen“, sagte Hertlein, der sich nicht erklären kann, wo Schadl diese negativen Informationen her hat, seine Informanten hat Schadl nämlich nicht preisgegeben.

Wie Hertlein betonte, könne er sich allenfalls kleine Pöbeleien unter pubertierenden Jugendlichen vorstellen, die nach Ende der Versammlung stattgefunden haben. Wichtig sei ihm, dass dem Wunsch von 14 jungen Leuten aus Tandern nach einem Jugendraum im Pfarrzentrum entsprochen werden konnte.

Mittlerweile seien auch schon Gespräche mit Eltern geführt worden, die froh sind, eine Lösung in Tandern gefunden zu haben. Eine Arbeitsgruppe soll festlegen, was geplant ist.

Hans Glas (Bürgerliste Tandern) wusste, dass es in Tandern auch einige Eltern gibt, die bereit wären, die beiden Räume im Keller des Pfarrzentrums zu weißeln und den alten Boden zu entfernen. Denen hätte bislang aber ein Ansprechpartner seitens der Gemeinde gefehlt. Berghof solle laut Hertlein einen Termin für die notwendigen Arbeiten im Pfarrzentrum mit interessierten Eltern und Jugendlichen organisieren, so dass dann schon in den Weihnachtsferien für einen Jugendtreff gewerkelt werden kann. Dass man Pfarrer Paul Riesinger, der diese Lösung für den Jugendtreff ermöglicht habe, besonders danken müsse, betonte Hertlein.

ost

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