7 Leute, einer davon Pfarrer, in Kirche
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Hilgertshausen verabschiedet sich von Pfarrer Riesinger: Mesner Hans Weigl, Bürgermeister Markus Hertlein, Kirchenpfleger Winfried Riedel, Pfarrer Paul Riesinger, Eva Maria Fottner (pastorale Mitarbeiterin) sowie Anita Huber und Rosmarie Schaupp vom Pfarrgemeinderat (v.l.).

Pfarrer Paul Riesinger verlässt nach 21 Jahren die Pfarrei Hilgertshausen

Hilgertshausen: Donnernder Applaus zum Abschied

  • vonJosef Ostermair
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Die Abschiedstour von Pfarrer Paul Riesinger geht zu Ende. Jetzt sagten ihm die Hilgertshausener danke.

Hilgertshausen – Pfarrer Paul Riesinger ist mit donnerndem Beifall für 21-jähriges segensreiches Wirken jetzt auch in der Pfarrgemeinde St. Stephan Hilgertshausen in den Ruhestand verabschiedet worden. Der 59-Jährige muss aus gesundheitlichen Gründen sein Seelsorger-Amt aufgeben, was von den Gläubigen natürlich sehr bedauert wird.

„Pfarrer kommen und gehen, der auferstandene Herr aber bleibt“, sagte Riesinger bei seinem Abschiedsgottesdienst in Hilgertshausen. Die Corona-Vorschriften ließen in dem großen Gotteshaus leider nur 80 Mitfeiernde und den Kirchenchor zu.

Ein großes Danke-Transparent vor dem Hauptaltar zeigte auf, dass der scheidende Seelsorger bei den Gläubigen sehr beliebt ist. Das Mesner-Ehepaar Hans und Maria Weigl hatten für diesen Gruß zum Abschied gesorgt.

Den Abschiedsworten von Kirchenpfleger Winfried Riedel war zu entnehmen, dass Riesinger, der auch Pfarrer für Tandern, Pipinsried und Alberzell war, in den 21 Jahren in Hilgertshausen unzählige Gottesdienste feierte und auch viel Freude bei den Ministrantenausflügen und Jugendfahrten mit den Hilgertshausern hatte. „Man kann auch sagen, dass gemeinsam einiges bewegt wurde“, fuhr Riedel fort. Er erinnerte an die umfangreiche Renovierung der St.-Michaels-Kirche in Michelskirchen, verschiedene weitere Restaurierungen und Feste. In der Pfarrei Hilgertshausen hatte Riesinger drei Kirchen zu betreuen, nämlich die Pfarrkirche und die Filialen in Gumpersdorf und Michelskirchen.

Mit den Worten „Der Tumor ist kleiner geworden, da ist jeder Tag ein Geschenk“, zeigte Riesinger den Katholiken in Hilgertshausen auf, dass er sich durchaus Hoffnung machen könne, wieder gesund zu werden. Er werde sich aber auf jeden Fall als Pfarrer zurückziehen und sich nicht mehr ins kirchliche Geschehen einmischen, wenn sein Nachfolger Michael Heinrich ab 1. September die Pfarreiengemeinschaft leitet.

Vom Kirchenpfleger durfte Riesinger, der vorläufig noch in Tandern wohnen wird, als kleines Abschiedsgeschenk einen Essensgutschein in Empfang nehmen. Für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren dankten auch Anita Huber und Rosmarie Schaupp namens des Pfarrgemeinderats mit einem Geschenk. Ein mit vielen Bildern gespicktes Buch soll Riesinger an sein Wirken in Hilgertshausen erinnern. Auch Bürgermeister Markus Hertlein fiel der Abschied von Riesinger schwer.

Mit dem bekannten Lied „Frieden wünsch ich Dir“ verabschiedete sich schließlich auch der Hilgertshauser Kirchenchor, bevor der Geistliche den Altarraum in Richtung Sakristei verließ.

JOSEF OSTERMAIR

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