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Der Häuserer-Saal platzte bei der Nominierung aus allen Nähten.

Bürgermeister-Wahl in Hilgertshausen-Tandern

Riesenansturm bei Hertleins Nominierung

Hilgertshausen - Er vereinte 139 von 142 Stimmen auf sich: Mit einem überwältigenden Ergebnis ist Dr. Markus Hertlein von der Wählergemeinschaft Hilgertshausen-Tandern zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt worden.

Mit dem Traumergebnis von 97,89 Prozent haben die Bürger aus Hilgertshausen und Tandern im überfüllten Häuserer-Saal Dr. Markus Hertlein zum Bürgermeisterkandidaten der Wählergemeinschaft Hilgertshausen-Tandern (WGHTG) gewählt. Allein die Beteiligung bei dieser Nominierungsversammlung war sensationell: 225 Bürger wollten Hertlein und dessen Ziele als Bürgermeister kennenlernen, und 142 haben ihre Stimme abgegeben. Dass Hertlein schließlich mit 139 Stimmen nominiert wurde, löste Riesenjubel aus, denn 97,89 Prozent sind schon ein Traumergebnis, vor allem in Anbetracht der mehr als dreimal so zahlreichen Wählern als zwei Tage zuvor beim Kandidaten der Bürgerunion Hilgertshausen-Tandern, Norbert Schneider (wir berichteten).

„Dieser Riesenansturm erinnert an die legendären Bälle beim Häuserer“, scherzte Versammlungsleiter und WGHT-Sprecher Werner Kerzel, als ständig Stühle in den Saal getragen werden mussten, weil der Andrang so groß war. Nur 42 Besucher haben gar kein Kreuzerl gemacht, drei entschieden sich für Nein. „Jetzt heißt es Gas geben“, meinte Kerzel nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses, und er selbst betonte, dass er damit nie gerechnet hätte. Vor der Abstimmung hatte er den Bürgern seine Stärken aufgezeigt: Die lägen bei dem „Zuagroastn“, der im Landkreis Donau-Ries, in Bayerisch Schwaben aufgewachsen ist und seit zwölf Jahren mit Ehefrau Gebriele und den beiden Töchtern im Ortsteil Gumpersdorf lebt und sich als Familienmensch bezeichnet, an der langjährigen Erfahrung in komplexen und konträren Entscheidungsfindungsprozessen.

Als Pluspunkte für sich sieht Hertlein seine umfangreichen Kenntnisse im Bau-und Vergaberecht. So glaubt er, Risiken und damit unnötige Kosten durch seine Amtsführung für die Gemeinde vermeiden zu können. Seine Kentnisse von Genehmigungsprozessen seien für eine Gemeinde hilfreich, Verfahren zu beschleunigen.

Die Begrüßung gestaltete Hertlein frei nach dem Slogan des Bayerischen Rundfunks „I bin der Markus Hertlein und do bin i dahoam“. In Hilgertshausen, wo seine Gattin beim „Feinemo“ aufgewachsen ist, habe er eine neue Heimat gefunden. Der 45-Jährige betonte, dass er sich und auch sein Umfeld ihn nicht als „akademischen Dummschwätzer“ sieht, sondern als einen Mann der Praxis, mit fundiertem Hintergrund und Fachwissen. Besondere Vorteile in seiner Person sieht Hertlein vor allem darin, dass er keine Vorbelastung bezüglich der einstigen Gebietsreform-Zwistigkeiten zwischen Hilgertshausen und Tandern habe. Die Weiterentwicklung der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Hilgertshausen und Tandern sei für ihn selbstverständlich.

Hertlein unterstrich, dass seine Beweggründe für das Bürgermeisteramt in der Sache und nicht in finanziellen Aspekten liegen, „da sich finanziell von der Aufgabe her sogar eher Nachteile ergeben“. Hertlein ist derzeit als Projektmanager in der Ortsentwicklung von Schönbrunn tätig ist. Hier geht es um ein strategisches Projekt der Viktoria-von-Butler-Stiftung. Er sei auch Mitinitiator und Projektmanager in einem Hochschulkooperationsprojekt für den Landkreis.

„Ich bringe das Handwerkszeug mit, wenn Sie mich unterstützen“, versicherte er vor dem donnernden Schlussapplaus.

ost

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