Vier Männer, einer mit Blumen
+
Hans Schweiger (2.v.l.) geht von Bord. Bürgermeister Markus Hertlein (l.), Vize-Bürgermeister Adi Doldi (2.v.r.) und Nachfolger Uwe Kreißelmeier (r.) bei der Verabschiedung.

Hilgertshausen-Tandern verabschiedet Geschäftsleiter Hans Schweiger

Ein „Glücksfall“ geht in den Ruhestand

Über 35 Jahre hat Hans Schwaiger in der Verwaltung der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern gearbeitet. Jetzt ging er in den Ruhestand, man lässt ihn ungern ziehen.

Hilgertshausen – Im Anschluss an die jüngste Gemeinderatssitzung im Häuserer-Saal wurde der langjährige Geschäftsleiter im Hilgertshauser Rathaus, Hans Schweiger, in den Ruhestand verabschiedet. Der 62-Jährige, der zusammen mit seiner Gattin im Nachbarlandkreis Neuburg-Schrobenhausen lebt und dort auch seinen Ruhestand verbringt, hat durch seine Tätigkeit seit über 35 Jahren die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern geprägt.

Schweiger war die rechte Hand der Bürgermeister Hermann Zanker, Hans Kornprobst und zuletzt Markus Hertlein. Sein letzter Chef, Bürgermeister Hertlein, hielt auch die Laudatio bei der Verabschiedung Schweigers, die wegen des Corona-Lockdowns leider nur im Kreise des Gemeinderats stattfinden konnte.

Der Gemeindechef unterstrich, dass der Name Schweiger bei vielen Gemeindebürgern automatisch mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung gebracht werde. Schweiger sei ein Glücksfall für Hilgertshausen-Tandern gewesen.

Hertlein versuchte Schweiger mit vier Aspekten zu charakterisieren: An oberster Stelle stehe da Schweigers Bescheidenheit. Aber auch Akribie zeichne ihn aus. „Seine wahnsinnige Genauigkeit bei der Arbeit und das Talent, den Überblick bei der Vielzahl an Themen nie zu verlieren, ist bewundernswert“, lobte Hertlein, der auch Schweigers Fachwissen herausstellte. „Er brauchte kein Lexikon, keine Gesetzessammlung und auch kein Wikipedia“, so das Gemeindeoberhaupt. Ohne Übertreibung könne man sagen, dass der Wissenspool für kommunale Angelegenheiten den Namen Hans Schweiger trägt.

Gelassen, geduldig, freundlich

Was Hertlein natürlich besonders schätzte, war Schweigers Gelassenheit, Geduld und Freundlichkeit. „Dich aus der Ruhe zu bringen, das schafft so gut wie keiner. Du bist auch in Stresssituationen stets freundlich und höflich“, so ein weiterer Hinweis auf den ausscheidenden Geschäftsleiter, der trotz enormer Arbeitsbelastung immer ein offenes Ohr sowohl für die Anliegen der Bürger als auch der Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung gehabt habe. „Du warst als Geschäftsleiter und als Person eine echte Institution in unserer Gemeinde“, fasste Hertlein zusammen, dem zu Ohren gekommen ist, dass Schweiger seit Kurzem auch Klaviertalent entwickelt.

Während der Bürgermeister einen Blumenstrauß für die Gattin Schweigers übergab, die in all den Jahren der Tätigkeit ihres Mannes wegen auf manchen privaten Termin verzichten musste, richtete auch Vize-Bürgermeister Adi Doldi Dankesworte an den langjährigen Weggefährten. Namens des Bürgermeisters und des gesamten Gemeinderats überreichte Doldi einen Gutschein für ein Sportfachgeschäft.

Das offizielle Abschiedsgeschenk von der Gemeinde und den Kollegen gibt es am letzten Arbeitstag, am Mittwoch, 31. März.

Schweiger wollte natürlich nicht wortlos die Gemeinde-Bühne verlassen. Er betonte, dass in so kleinen Kommunen wie Hilgertshausen-Tandern familiäre Strukturen vorzufinden seien. Dass er lange „Mädchen für alles“ war, sei interessant, aber auch herausfordernd gewesen. Er habe zum Teil spannende Aufgaben erledigen dürfen. Schweigerr rechnete aus, an rund 500 Gemeinderatssitzungen und Bürgerversammlungen teilgenommen zu haben. Die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern sei ihm dabei ans Herz gewachsen. Was die Mitmenschlichkeit angeht, habe er nie Grund zur Klage gehabt.

Seinem Nachfolger im Amt des Geschäftsleiters, Uwe Kreißelmeier, wünschte Schweiger ein gutes Händchen „und bei den vielen, oft langen Sitzungen auch ein gutes Sitzfleisch“. Stehende Ovationen waren der beeindruckende Schlusspunkt dieser Verabschiedung.

Josef Ostermair

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare