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Ehrungen und Beförderungen durften Vorstand Gerd Knöferl (links) und Kommandant Rudi Effner (rechts) zusammen mit Bürgermeister Markus Hertlein (Dritter von rechts) bei der Feuerwehr Hilgertshausen vornehmen. 

22 Einsätze

Feuerwehr Hilgertshausen lässt vergangenes Jahr Revue passieren

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Auf der Hauptversammlung der Feuerwehr Hilgertshausen ließ Kommandant Rudi Effner das Einsatzjahr Revue passieren. Er stellte fest, dass es ein Durchschnittsjahr war.

  • Die Feuerwehr Hilgertshausen hat ihre Hauptversammlung abgehalten.
  • Kommandant Rudi Effner blickte auf das Jahr zurück. 
  • Mit 22 Einsätzen verlief es durchschnittlich.

Hilgertshausen– Der Auflistung der Einsätze war zu entnehmen, dass technische Hilfeleistung, in erster Linie bei Verkehrsunfällen, nach wie vor dominiert. Dennoch musste Hilgertshausen 2019 auch zu vier Bränden ausrücken. Mehrmals waren Ölspuren zu beseitigen und Verkehrsabsicherungen bei Umzügen und ähnlichen Veranstaltungen vorzunehmen.

Effner erinnerte auch an die Schneekatastrophe vor rund einem Jahr im bayerischen Oberland. Da gehörte Hilgertshausen zum Hilfskontingent des Landkreises Dachau. 20 Hilgertshauser Feuerwehrmänner haben mitgeholfen, die Oberland-Realschule von Holzkirchen und Dächer der Firma Airtel in Miesbach sowie verschiedene Objekte in Bayrischzell vor dem Einsturz zu bewahren.

Die Feuerwehren, teilweise schon vor über 150 Jahren gegründet, seien aus dem heutigen Hilfeleistungssystem nicht mehr wegzudenken. „Wie genau die Feuerwehr in der Zukunft aussehen wird, kann heute niemand mit Bestimmtheit vorhersehen. Sicher aber ist, auch noch im Jahr 2030 oder 2040 werden Brände und Unfälle auf Bayerns Straßen und Katastrophenfälle zur Lebenswirklichkeit gehören, und es werden auch dann weitestgehend Ehrenamtliche diesen Dienst verrichten“, unterstrich Effner.

Die Hilgertshauser Wehr ist innerhalb eines Jahres von 55 auf 59 Dienstleistende angewachsen, das ist der höchste Personalstand seit vier Jahren. Das Durchschnittsalter der Aktiven beträgt 37 Jahre, die durchschnittliche Zugehörigkeit zur Wehr 18 Jahre. Effner: „Insgesamt haben wir 1060 Jahre Feuerwehr-Erfahrung verfügbar.“

Mit Tobias Gräther und Benedikt Knappitsch wurden zwei Kameraden von der Jugendfeuerwehr übernommen. „Die Jugendfeuerwehr von heute stellt die Einsatzkräfte, aber auch die Führungskräfte von morgen“, sagte Effner. Die schon vor 26 Jahren in Hilgertshausen gegründete Jugendfeuerwehr konnte 2019 mit Benedikt Bodner, Luca Schinske, Paul Oberacher und Josef Weigl vier Neuzugänge verbuchen. Derzeit besteht sie aus neun männlichen und einer weiblichen Jugendlichen.

Bei der Jugendfeuerwehr kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Die Jugend machte einen Ausflug zur Flugwerft in Schleißheim und besuchte anschließend den Weihnachtsmarkt am Flughafen München mit Abendessen beim Air-Bräu.

Der Kommandant ging verstärkt auf die 37 Übungen im Jahr 2019 ein und sprach auch die externe Ausbildung an. Zu den Übungen bemerkte er, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzen muss. „Diese Sicherheit erreicht man nur durch regelmäßiges Üben. Es ist ein stetiger Lernprozess, denn die Anforderungen an die Bewältigung der Einsätze verändern sich“, sagte Effner und wies auf die von 18 Mann erfolgreich abgelegte Leistungsprüfung hin.

Die Leistungsprüfungs-Endstufe „Gold Rot“ erreichten Georg und Markus Hofner, Marc Albiez und Anton Huber. Insgesamt haben nun schon 22 Kameraden die Endstufe bei den Leistungsprüfungen erreicht.

Effner hat im Oktober die Unterlagen zur Anschaffung eines Mannschafts-Transportwagens für die Ausschreibung im Rathaus abgegeben. Bürgermeister Markus Hertlein, der das Engagement der Hilgertshauser Floriansjünger lobte, gab zu verstehen, dass noch die Rechtssicherheit für diese 80 000 Euro teure Anschaffung zu prüfen sei.

Dass auch der 146 Mitglieder zählende Feuerwehrverein mit Leben erfüllt ist, war den Worten von Vorstand Gerd Knöferl zu entnehmen. Die Feuerwehr hat das große Maifest mit Maibaumaufstellen ausgerichtet, am Karfreitag zu geräucherten Forellen eingeladen, im Juli ein Familienfest gefeiert und einen Ausflug nach Nördlingen unternommen.

Der Bürgermeister leitete im Rahmen der Versammlung die Neuwahl der Kassenprüfer – eine leichte Aufgabe, denn die bisherigen Kassenprüfer Herbert Effner und Markus Kirchberger stellten sich wieder zur Verfügung. Dass auch 2019 gut gewirtschaftet wurde, war dem Kassenbericht zu entnehmen.

Eine ehrenvolle Aufgabe war für das Führungs-Duo Effner/Knöferl und Bürgermeister Hertlein die Beförderung von Fabian Gamböck, Tobias Schaipp und Lukas Schlaps zum Oberfeuerwehrmann sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder. Da steht Martin Schneider mit 65-jähriger Mitgliedschaft an der Spitze. Roland Gamböck und Manuel Effner wurden für 25-jährige Dienstzeit geehrt. Letzterer ist erst 26 Jahre alt – er war als Einjähriger von seinem Vater (Kommandant Rudi Effner) bei der Feuerwehr angemeldet worden.

ost

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