+
Der vorhandene Bio-Legehennenstall in Gartelsried soll fast doppelt so groß werden. Daneben wird ein Betriebsleiterwohnhaus und eine Verpackungsstelle für die Eier geplant. 

Gartelsried

Legehennenstall darf erweitert werden

  • vonJosef Ostermair
    schließen

Der Bio-Legehennenstall in Gartelsried, wo derzeit durchschnittlich 3000 Hennen bei großem Auslauf ein glückliches Leben führen, soll erweitert werden. Der Gemeinderat von Hilgertshausen-Tandern stimmte einem zusätzlichen Bestand von 2900 Hennen zu, so dass hier künftig 5900 Hühner gackern dürfen.

Wie der geschäftsleitende Beamte im Rathaus, Uwe Kreißelmeier, ausführte, wird der Betrieb in Gartelsried im Haupterwerb geführt. Geplant ist eine Erweiterung nach Norden, Westen und Süden mit einer Gesamtfläche von 388 Quadratmetern. Laut Antrag soll der Hühnerstall künftig eine Gesamtbreite von 23,33 Metern bekommen (Bestand: 13,92 Meter). Kreißelmeier betonte, dass der Erweiterung des Bio-Legehennenstalls aus Sicht der Verwaltung zugestimmt werden könne, da es sich voraussichtlich um ein landwirtschaftlich privilegiertes Vorhaben handelt. Dies werde aber im weiteren Genehmigungsverfahren noch geprüft. Eine zusätzliche Güllegrube sei nicht beantragt. Nach Angaben des Antragsstellers erfolge die Entsorgung auf der Hofstelle in Altomünster. Öffentliche Belange würden nach Auffassung der Verwaltung nicht beeinträchtigt.

So wurde das gemeindliche Einvernehmen vorbehaltlich des Nachweises der Privilegierung im weiteren Verfahren einstimmig erteilt, wenngleich festgestellt wurde, dass Löschwasser im Brandfall nur im vorhandenen Rahmen zur Verfügung gestellt werden könne.

Weil der Antragsteller auf demselben Grundstück auch einen Vorbescheidsantrag für eine Verpackungsstelle und ein Betriebsleiterwohnhaus stellte, kam von Gemeinderat Hans Pröbstl die Frage, wie es mit dem Niederschlagswasser ausschaut. Das soll laut Kreißelmeier auf dem Grundstück versickern. Es müsse ohnehin ein Entwässerungsplan her. Eine Kleinkläranlage sei hier sinnvoll, hieß es in der Gemeinderatsdiskussion.

Die Verpackungsstelle für die Eier und das Betriebsleiterwohnhaus sind laut der vorgelegten Planung in zwei unterschiedlichen Gebäuden vorgesehen. Als Begründung für die Erforderlichkeit des Betriebsleiterwohnhauses wurde der hohe zeitliche Aufwand vor Ort, fehlende sanitäre Anlagen und die Fahrstrecke von acht Kilometern zur Ursprungs-Hofstelle angegeben. Das Wohnhaus (E+D) soll 12 mal 10 Meter groß werden. Mit den Maßen 10 mal 8 Meter wird im Vorbescheidsantrag die Größe der Verpackungsstelle angegeben. Beide Gebäude sollen eine Dachneigung von 44 Grad erhalten.

Die gesicherte Erschließung hinsichtlich Abwasser und Niederschlagswasser werde im Baugenehmigungsverfahren geprüft. „Wir haben die Vorsorgepflicht“, warnte Gemeinderat Christoph Hardt (Bürgerliste Tandern) hinsichtlich einer möglichen Problematik beim Löschwasser, aber der Gemeinderat stimmte ohne Gegenstimme der Erweiterung des Legehennenstalls und dem Neubau einer Verpackungsstelle sowie einer Betriebsleiterwohnung zu.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare