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Abgelehnt: Der Gemeinderat will kein weiteres Gebäude hinter der schon ausgehobenen Baugrube zulassen.

Keine weitere Bebauung südlich der Hauptstraße in Tandern

Mit Hausnummer 35 ist Schluss

Der Gemeinderat von Hilgertshausen-Tandern hält mit 10:3 Stimmen an dem ablehnenden Beschluss fest, im Bereich südlich der Hauptstraße 33 bzw. 35 in Tandern keine weitere Bebauung mehr zuzulassen.

Hilgertshausen-Tandern– In der Debatte um das Baurecht in Tandern erinnerte Bürgermeister Dr. Markus Hertlein daran, dass Josef Arzberger aus Tandern schon vor Jahren zusammen mit zwei angrenzenden Grundstückseigentümern für den Bereich südlich des Grundstücks Hauptstraße 33 (beziehungsweise südlich der angrenzenden Grundstücke Hauptstraße 31 und 35) einen Antrag auf Ortsabrundung für zusätzliches Baurecht gestellt hat.

Der Bauausschuss und die Naturschutzfachkraft beim Landratsamt schauten sich das Ganze damals vor Ort an. Vom Landratsamt wurde eine schriftliche Stellungnahme eingeholt. In der Gemeinderatssitzung vom 14. März 2016 wurden die Argumente ausgetauscht (einerseits exponierte Lage und landschaftlich sensibler Bereich, andererseits durch Innenverdichtung Flächensparen möglich).

Wie sich der geschäftsleitende Beamte Hans Schweiger noch gut erinnern kann, hat man damals auf Basis der Stellungnahme des Landratsamtes mehrheitlich beschlossen, von weiteren Planungen zur Schaffung von Baurecht für den in Frage kommenden Bereich abzusehen. Arzberger aber habe kürzlich mündlich gebeten, diese Thematik auch im Hinblick auf das sich verstärkende Problem fehlender Bauflächen erneut im Gemeinderat aufzugreifen.

In der jüngsten Sitzung war Hubert Oberhauser (WG Hilgertshausen-Tandern) indes der einzige, der erklärte, dass er mit den Bauwünschen kein Problem hätte.

„Ich könnte mich maximal mit einem Gebäude anfreunden“, sagte Oberhausers Fraktionskollege Werner Kerzel. Schweiger aber führte aus, dass so ein Umgriff vom Landratsamt als zu groß erachtet würde. Von Dachau aus habe man der Gemeinde abgeraten, vor allem wegen des deutlichen Geländeabfalls zur Ilm hin, dem Antrag auf Ortsabrundung zu entsprechen.

Das sieht auch der Tanderner Gemeinderat Christoph Hardt (Bürgerliste) so. „Das wäre eine 25-prozentige Erweiterung der Bauflächen in vierter Reihe“, sagte Hardt, mit dem Hinweis, dass es so eng hergeht, dass jetzt schon die Mülltonnen auf der Straße stehen. Hardt scheute sich auch nicht, anzusprechen, dass vier Gemeinderatsmitglieder die Nutznießer wären, „und da geht’s dann schon auch ums Geschmäckle“.

Auch Martin Güll erklärte, dass sich der Sachstand gegenüber 2016 nicht verändert habe und der Wohnraum in dieser Siedlung maximal ausgeschöpft sei. Und Vize-Bürgermeister Adi Doldi (CSU) äußerte Bedenken zur Ausweitung des Baurechts, mit der Begründung, dass es sich hier um eine äußerst exponierte Lage handle und er sich nur den Argumenten des Landratsamtes anschließen könne.

ost

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