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Corona in Deutschland: So viele Fälle wie noch nie zuvor - RKI meldet massiven Anstieg der Neuinfektionen

Corona in Deutschland: So viele Fälle wie noch nie zuvor - RKI meldet massiven Anstieg der Neuinfektionen
Segensreiche Einrichtung: Bürgermeister Markus Hertlein (rechts) dankte sowohl den „Helfern vor Ort“ als auch den Vorstandsmitgliedern in dem von Markus Hofner (im hellen Hemd) geführten Förderverein.   Foto: ost 

221 Einsätze: Rekord

221 Einsätze: Rekord „Helfer vor Ort“ waren  2019 so häufig gefordert wie nie zuvor

  • vonJosef Ostermair
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Die „Helfer vor Ort“ sind in den Gemeinden Hilgertshausen-Tandern, Jetzendorf und Gerolsbach nicht mehr wegzudenken. Sie waren 2019 so oft wie nie zuvor im Einsatz.

 

Hilgertshausen-Tandern/Jetzendorf – Die „Helfer vor Ort“ sind in den Gemeinden Hilgertshausen-Tandern, Jetzendorf und Gerolsbach nicht mehr wegzudenken. Schon seit 23 Jahren leisten sie bei medizinischen Notfällen und Unfällen wichtige Erste Hilfe. Bei der Jahresversammlung des Fördervereins „First Responder – Helfer vor Ort“ im Mesnerhaus von Hilgertshausen gab der Vorsitzende Markus Hofner einen Überblick über das Engagement der HVOs. 2019 wurden insgesamt 221 Einsätze gefahren und dabei 6936 ehrenamtliche Stunden geleistet: Rekord.

Wie Hofner mitteilte, bedeutete dies eine erneute Steigerung der Einsatzstunden gegenüber dem Vorjahr (6563 Stunden). Der Vereinsvorsitzende rechnete vor, dass die Einsatzleistung 173,4 Wochen und damit 3,77 Vollzeitstellen gleichkomme. „Und das ganz nebenbei für die Bürgerinnen und Bürger unserer drei Gemeinden“, unterstrich Hofner.

Die meisten Einsätze, nämlich 103, gab es in der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern, 58 waren es in Jetzendorf. 31 Einsätze wurden in Teilen der Gemeinde Gerolsbach gefahren, 29 waren es in der Gemeinde Markt Indersdorf. Die aktive Gruppe sicherte auch wieder diverse Veranstaltungen ab, wie die Turnschau in Jetzendorf, das Schlosskonzert in Tandern, die Sportwoche des TSV Hilgertshausen samt Hügellauf, das Oldtimerfest der Eglersrieder Schützen und das große Musikantentreffen in Jetzendorf.

Hofner bat darum, im Notfall immer die Notrufnummer 112 zu wählen und nicht einen der derzeit sieben aktiven Helfer privat, was immer auch passiere. Leider verließen zwei aktive Helfer die HVO-Gruppe Ende 2019 aus beruflichen und privaten Gründen. Mit Frank Laumann aus Hilgertshausen kam ein weiterer Helfer dazu.

Wie Hofner mitteilte, hat der Verein derzeit 155 Mitglieder. Darunter sind 19 Neumitglieder.

Was die Aktivitäten des Fördervereins angeht, darf nicht unerwähnt bleiben, dass in der Gemeinde Gerolsbach im Frühjahr weitere sechs Defibrillatoren-Stationen eingerichtet wurden. Die Kosten wurden komplett von der Gemeinde Gerolsbach getragen. Gerolsbach hat jetzt sieben Defi-Stationen, in Jetzendorf sind es acht und in Hilgertshausen-Tandern vier. Die HVO betreuen damit 19 öffentliche Defi-Stationen. 2019 wurden drei Defibrillatoren von Bürgern zur Ersten Hilfe entnommen. „Man sieht also schon, dass die eingerichteten Stationen wichtig sind“, sagte Hofner. Gemeinsam mit Enrico Hering nahm der Vereinschef die erste halbjährliche Defi-Wartung in den drei Gemeinden vor.

Ende 2019 ließ Hofner alle 19 Defi-Stationen in den drei Gemeinden auf der Internetseite des Vereins „Definetz e.V.“ registrieren lassen, sodass man sich unter www.defikataster.de informieren beziehungsweise auch eine kostenlose App für das Handy herunterladen kann. Dort sind alle Defi-Standorte in Deutschland verzeichnet – eine wichtige Informationsquelle für den Ernstfall.

Um Nachwuchs und neue Ideen für die ehrenamtlichen Rettungskräfte ging es bei der Bürgerpreisverleihung des Bayerischen Landtags. Hofner und Sylvia Hering nahmen teil. An 85 Organisationen aus den sieben Regierungsbezirken wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 50 000 Euro vergeben.

Hofner erinnerte auch an den Erste-Hilfe-Kurs für Führerschein-Neulinge. 16 Jugendliche nahmen das Angebot im Herbst vergangenen Jahres an.

Als Anerkennung für die ehrenamtliche Leistung der HVOs, die zu jeder Tages- und Nachtzeit bereitstehen, gab der Förderverein Zuschüsse für den alljährlichen Sommerausflug und Weihnachtsgeschenke. Der Verein stehe finanziell auf gesunden Füßen, teilte Diana Kölbl mit, Dank der tollen Spendenmoral der Mitglieder konnte er sogar einen Überschuss von mehr als 6400 Euro erwirtschaften.

Vereinschef Markus Hofner stellte klar, dass man im Hinblick auf spätere Anschaffungen wie ein neues Rettungsfahrzeug Überschüsse durchaus brauchen könne. Er versicherte den Mitgliedern: „Wir haben nicht vor, Geld ins Unermessliche zu horten.“

Dass der Förderverein auf dem richtigen Weg ist, bezeugte auch Markus Hertlein. Der Bürgermeister von Hilgertshausen-Tandern sprach dem Verein und vor allem den „Helfern vor Ort“ Lob und Anerkennung aus.

Jürgen Denz aus Alberzell überraschte den Vorstand schließlich noch mit 35 Trostbären, die künftig bei Unfällen an Kinder ausgegeben werden.

 

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