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Bis zu 50 Zentimeter tief sind die Furchen, die sich durch den Weg zum Gemeindewald ziehen.

Gemeindewald Hilgertshausen

Bis zu halbem Meter tiefe Furchen: Empörung über Schäden an Waldweg

Die Furchen sind bis zu 50 Zentimeter tief: Ein  Weg, der zum Hilgertshausener Gemeindewald führt, ist schwer beschädigt worden. Bürgermeister, Gemeinderat und Waldbesitzer sind stinksauer.

Hilgertshausen – Während die einen versuchen, Waldwege instandzusetzen, gibt es andere, die diese Waldwege rücksichtslos zerstören. So stellt sich derzeit die Situation in Hilgertshausen dar.

Die Leiterin des Forstreviers Indersdorf, Försterin Lisa Schubert, hatte angeregt, die Wege im Bereich des Gemeindewaldes von Hilgertshausen gut befahrbar zu machen. Doch wenige Tage, bevor sich der Gemeinderat erneut mit der geplanten Wegeinstandsetzung beschäftigte, wurde der Weg zum Gemeindewald zu weiten Teilen schwer beschädigt. Verantwortlich soll ein Unternehmer aus dem Nachbarlandkreis Pfaffenhofen/Ilm sein, der Waldarbeiten in einem am Weg anliegenden Waldgrundstück einer Pfaffenhofener Brauerei verrichtete. Der Gemeinderat von Hilgertshausen-Tandern wurde in seiner zurückliegenden Sitzung über die bis zu einem halben Meter tiefen Furchen auf dem Weg informiert.

Waldweg in Higertshausen schwer beschädigt: Empörung ist groß

Die Empörung bei Bürgermeister Dr. Markus Hertlein, den Gemeinderäten sowie mehreren Waldbesitzern, die diesen Weg zum Bewirtschaften ihrer Wälder nutzen, ist groß. Hertlein sagte, er sei bei einem Spazierengang auf die Schäden gestoßen und versicherte, der Sache nachzugehen. Ein Zuhörer betonte, dass der Weg im Besitz der Gemeinde sei und man sich die Zerstörung nicht bieten lassen dürfe. Mit kleineren Bulldogs sei der Weg nicht mehr befahrbar.

Ungeachtet dieses unerwarteten Schadens befasste sich der Gemeinderat mit der vorausschauenden Planung guter und belastbarer Infrastruktur auf dem Weg zum Gemeindewald Richtung Neuried. Försterin Lisa Schubert hatte schon in der vorangegangenen Gemeinderatssitzung auf den Vorbildcharakter des sieben Hektar großen Gemeindewaldes hingewiesen, der zudem eine hohe Naherholungsfunktion für die Bürger darstelle. Sie schlug vor, die aus ihrer Sicht notwendige Wegeinstandsetzung südlich von Hilgertshausen unter anderem auch im Gemeindewald in Angriff zu nehmen. Auch der nun zerstörte Weg sollte dringend saniert werden. Neben der Gemeinde sind noch weitere Privatwaldbesitzer an dem Projekt beteiligt, die nicht zuletzt über den entstandenen Schaden empört sind, weil sie bei der Sanierung mitzuzahlen haben.

Damit sich solche Schäden nicht wiederholen, sprach sich Gemeinderat Hans Pröbstl (WG Hilgertshausen-Tandern) für einen Ausbau mit gutem Unterbau aus. „Sonst sind wir in einem Jahr wieder genauso weit wie heute“, so Pröbstl. Sein Fraktionskollege Hubert Oberhauser meinte, dass man bei dem notwendigen Wegebau die Gemeinde in einer Vorreiterrolle sehen müsse und den Instandsetzungskosten in Höhe von 16 000 Euro auf jeden Fall zustimmen sollte.

So wurde ohne Gegenstimme entschieden, dass sich die Gemeinde mit 16 000 Euro an den Kosten des Waldwegebaus beteiligt. Der Vollzug dieses Beschlusses soll allerdings noch ausgesetzt werden, bis die Schadensangelegenheit mit der Försterin geklärt ist. 

Josef Ostermair

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