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Wertvolle Infos zur Nachhaltigkeit: Vanessa Oberhauser (rechts) und Franziska Hofmann.

Veranstaltung in der Freisinger Straße in Hilgertshausen

Mehr als nur ein netter Straßenflohmarkt

  • VonJosef Ostermair
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Nachhaltigkeit und Hilfe für Schwächere: Um diese beiden Themen ist es bei einem Straßenflohmarkt in Hilgertshausen gegangen.

Hilgertshausen – Es war kein normaler Straßen-Flohmarkt, es war vielmehr ein tolles Fest für die Öffentlichkeit, was sich da auf der Freisinger Straße in Hilgertshausen abspielte. Da rückte das umfangreiche Angebot an den 60 Ständen, das so manches Schnäppchen zuließ, etwas in den Hintergrund.

Dem Thema „Nachhaltigkeit“ etwa hatte diese Veranstaltung besonderen Platz eingeräumt. Im Repair-Café der Volkshochschule wurden kleinere Reparaturen an Fahrrädern, Elektrogeräten, Computern und Kleidung vorgenommen. Und die 20-jährige Vanessa Oberhauser, die im Oktober ihr Pharmazie-Studium beginnt, gab an ihrem Stand Tipps, wie man das tägliche Leben gestalten kann, ohne viel wegzuwerfen. Zusammen mit ihrer Freundin Franziska Hofmann zeigte sie zudem, was es alternativ zu herkömmlichen Produkten im Haushalt für Möglichkeiten gibt, plastikfrei und palmölfrei in der Region einzukaufen.

Mit Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit hatte auch der Stand des Imkers Georg Salvamoser zu tun, an dem es um die Streuobstwiesen rund um Hilgertshausen ging. Auf den Wiesen haben die Gemeindebürger die Möglichkeit, sich in kleineren Mengen mit gesundem Obst zu versorgen. 13 beschilderte Grundstücke weisen auf diese Flächen mit insgesamt 60 Obstbäumen hin. Auf anderen Grundstücken gibt es, wie eine Infotafel zeigte, noch eine Reihe nicht erfasster Flächen. Es lohnt sich also durchaus, Obst aus der Heimat zu ernten – zum Nulltarif.

Auch eine soziale Komponente hatte der Flohmarkt: die Standgebühren, Spenden sowie Einnahmen aus dem Verkauf an Getränken und Speisen gehen an die Bürgerstiftung. Sozial Schwächere werden auch mit dem Erlös aus dem Flohmarkt-Stand des VdK-Ortsverbandes unterstützt. Für diesen Stand konnte der stellvertretende VdK-Ortsvorsitzende Franz-Josef Farchhammer den Ausbilder Michael Karlstetter vom Bayerischen Roten Kreuz gewinnen, der Interessierten an einer Puppe die Herz-Lunge-Wiederbelebung mit einem Defi zeigte.

Auch das kulinarische Angebot war vielfältig. Im Einfahrtsbereich des Oberhauser-Grundstücks war sogar ein großes Wohnzimmer mit mehreren Sitzgruppen auf Paletten-Möbeln für all die Gäste eingerichtet. Dort wurde zu Gemüse-Lasagne, Tagliatelle-Pfanne sowie zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Im Hof von Bürgermeister Markus Hertlein und in Nebengebäuden gab es einen Probierstand für erlesene Weine, ein kleines Freiluft-Café und sehr viel Musik. Es musizierten Johannes Kroll und Maxi Kornprobst von der Blaskapelle Langenpettenbach und Simon Schlatterer mit seiner 14-köpfigen Big Band.  ost

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