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Romantik pur auf dem Ferlhof: mit einem Glühwein am offenen Feuer sitzen.

Kunsthandwerk-Markt auf dem Ferlhof zieht tausende Besucher an

Gedrechselte Schwammerl und Naturseife

Der Kunsthandwerk-Markt auf dem Ferlhof bei Hilgertshausen hat tausende Besucher angezogen. Das Programm ließ keine Wünsche offen.

Hilgertshausen – Der Kunsthandwerk-Markt auf dem Ferlhof bei Hilgershausen ist weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. So gab es mit mehreren tausend Besuchern bei dieser zweitägigen Veranstaltung auf dem Bio-Bauernhof von Erika und Max Demmelmair einen neuen Besucherrekord. Hochbetrieb herrschte nicht nur im Hof der Demmelmairs sondern auch in den landwirtschaftlichen Gebäuden, die so manchem der über 20 Künstler als Atelier dienten.  

Besonders romantisch wurde es in den Abendstunden, denn da saßen die vielen Besucher mit der Glühweintasse in der Hand rund um sechs offene Feuerstellen. Im Freien unterhielten unter elektrischem Kerzenlicht zwei Sängerinnen mit Gitarren.

Riesengroß war das Angebot dieses vorgezogenen Adventsmarktes. Magnetwirkung haben nach wie vor die von der Biobäuerin hergestellten Tonarbeiten, die in alten Gemäuern sehr dekorativ ausgestellt waren. Albert Gottschalk aus Jetzendorf war erneut mit Holzarbeiten dabei, während eine weitere Jetzendorferin, nämlich Ilona Buhn, mit ihren Schmuck-Unikaten die Damenwelt begeisterte. Die Hilgertshauserin Sybille Kühnast lieferte den Beweis, dass auch gehäkelter Schmuck viel hergibt.

Delia Clasen, eine Hilgertshauserin, präsentierte ihre Produkte aus Alpaka-Wolle, aber auch die weihnachtlichen Basteleien von Rita Lechner aus Indersdorf zogen viele Blicke auf sich. Gerhard Neugebauer, ein Drechsler aus Wollomoos, ließ sich bei der Herstellung von Schalen, Schüsseln, Tellern und Schützenscheiben aus heimischem Laubholz über die Schultern schauen. Der gelernte Maurer verschenkte gedrechselte Schwammerl an die Kinder. Was gab es sonst noch auf dem Ferlhof? Goldschmiedearbeiten, Filzarbeiten, gestrickte Puppenkleidung, Handgenähtes, Naturseifen, kunstvolle Krippen, Adventskränze, Schmuck aus Edelsteinen und viel Gestricktes.

Besonderes Lob verdienten sich die Senioren aus Hilgertshausen für ihr Eingemachtes und die gestickten Socken und Handschuhe: Sie spendierten den Verkaufserlös für das Kinderhospiz in Bad Grönenbach, den Mucovisdoze-Förderverein Oberland in Oberammergau und das Kinderheim Hogar Santa Lucia in Quito.

Das größte Interesse der kleinen Besucher galt den Tieren, ob bei der Rinderfütterung im Stall, den beiden Eseln oder den schnatternden Gänsen.

Natürlich kam auch das leibliche Wohlergehen nicht zu kurz: Ob bei den Bio-Bratwürsten, den Steaks vom hofeigenen Angus-Rind oder den Waffeln mit biologischen Zutaten, die Besucher nahmen gerne Warteschlangen in Kauf.

Auch im Hofladen ging es eng her: Hier wird zum Schutz der Umwelt seit neuem unverpackt verkauft. Man sieht: das geht auch.

Josef Ostermair

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