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Altbürgermeister Hermann Zanker wird am  Samstag 80 Jahre alt.

Hermann Zanker ist 80 Jahre alt

Er hat die Einheitsgemeinde geformt

24 Jahre war er Gemeindechef von Hilgertshausen-Tandern und hat sich dabei in vielerlei Hinsicht verdient gemacht. Am Samstag feiert Hermann Zanker seinen 80. Geburtstag.

Hilgertshausen – Der Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern, Hermann Zanker, feiert am heutigen Samstag bei guter Gesundheit seinen 80. Geburtstag. Zanker ist wie kein anderer mit seiner Gemeinde verbunden, hat er doch in seiner 24-jährigen Amtszeit als Gemeindechef viele wichtige Aufgaben auf den Weg gebracht.

Er ist auf dem Strasser-Anwesen in Hilgertshausen geboren und hat nach dem Besuch der Volksschule bei der Firma Zanker in Tandern den Beruf des Maurers erlernt und bis 1961 auch auf dem Bau gearbeitet. Dann aber wechselte er zur Post, wo er den Zustelldienst in seiner Heimatgemeinde übernahm. So gab es fast keinen Haushalt, den Zanker nicht persönlich kannte. Zugleich war er schnell über die Nöte und Sorgen seiner Bürgerinnen und Bürger informiert.

Während er erst am 30. April 2008 freiwillig den Bürgermeisterstuhl für seinen Nachfolger Hans Kornprobst räumte, beendete er seine Tätigkeit bei der Post bereits 1996 als Vorruheständler.

Zanker war seiner Gemeinde mit Leib und Seele verbunden. Was ihn besonders auszeichnete, war sein behutsamer Umgang mit den Auswirkungen und Nachwehen der Gebietsreform innerhalb der Gemeinde. Er war vielen bösen Angriffen ausgesetzt, die oftmals unter die Gürtellinie gingen, doch der Hermann, wie er in seiner Heimat gerufen wird, hat das weggesteckt, wenn es auch nicht immer einfach für ihn war.

So ist ihm die Zusammenführung von Hilgertshausen und Tandern zu einer Einheitsgemeinde mit stabilem und tragfähigem Gemeinwesen gelungen. Zanker war stets bedacht auf eine gute, in die Zukunft der Gemeinde gerichtete Zusammenarbeit mit allen Parteien und Gruppierungen im Gemeinderat.

Nur die Älteren erinnern sich noch an die großen Investitionen in der Ära Zanker. Das geht bei der Modernisierung des Feuerwehrwesens los und hört bei der Verbesserung der schulischen Versorgung auf. Zu nennen sind da der Feuerwehrhaus-Neubau in Hilgertshausen, der Schulhausbau in Hilgertshausen, der Turnhallenbau in Tandern und die Generalsanierung des Tanderner Schulhauses sowie der Neubau des Sportplatzes und der Laufbahn in Hilgertshausen und des Allwetterplatzes in Tandern. Zanker hat sich auch für die Bezuschussung der Sanierung des historischen Mesnerhauses in Hilgertshausen und den Neubau des Kindergartens in Tandern stark gemacht.

Mit der Bezuschussung von Baumaßnahmen im Bereich des Sports hat er gezeigt, dass ihm der Sport von Jugend auf sehr wichtig war. Zanker war in jungen Jahren selbst begeisterter Skifahrer und gefährlicher Stürmer bei den Hilgertshauser Fußballern. Viele Gemeindebürger rechnen ihm heute noch sein Engagement beim TSV Hilgertshausen hoch an, war er doch Vorsitzender dieses Vereins von 1968 bis 1984 und so für den Bau des Sportheims und der Sportanlagen verantwortlich.

Dem Vater von zwei Töchtern und jetzt Opa von zwei Enkelkindern war auch immer von Bedeutung, etwas für die Kleinsten der Gesellschaft zu tun. Daran erinnert die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens in Hilgertshausen und der Kindergarten-Neubau in Tandern. Stark hat sich Zanker zudem in die Dorferneuerung von Hilgertshausen eingebracht. Davon zeugen die Umgestaltung des Kirchplatzes in Hilgertshausen und der Ausbau der Ortsstraßen. Mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes hat er außerdem gezeigt, wie wichtig ihm die Weiterentwicklung seiner Ilmtal-Gemeinde war. Die Erschließung von Neubaugebieten folgte, auch der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Tandern darf da nicht unerwähnt bleiben.

Weitblick bewies Zanker ebenfalls im Zusammenwirken mit den Flurbereinigungs-Teilnehmergemeinschaften in Hilgertshausen und Tandern. So waren mehrere Grundstückstauschgeschäfte und die Übernahme von Biotopflächen durch die Flurbereinigung möglich. In Zankers langjähriger Amtszeit wurden zudem zahlreiche Verbesserungen im Abwasserbereich durchgeführt. 

Dass man sein kommunalpolitisches Wirken auch in der großen Politik schätzte, zeigen zahlreiche Ehrungen. So erhielt Hermann Zanker schon 1991 eine Ehrung durch den Innenminister des Freistaates Bayern. 1998 folgte die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze, und 2002 zeichnete ihn der damalige Landrat Hansjörg Christmann mit der Landkreis-Verdienstmedaille in Silber aus, bevor es zum Abschied aus der Kommunalpolitik 2008 die Landkreis-Verdienstmedaille in Gold gab.

Der Gemeinderat würdigte damals Zankers Verdienste mit der Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ und verlieh ihm am 29. Oktober 2008 das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern.

Corona sorgt dafür, dass es heute keine große Feier geben wird. Mit seiner Frau Maria, mit der Zanker seit 1970 verheiratet ist, darf er aber das Glas erheben.

ost

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