Der Solarpark in Unterdinkelhof ist nicht nur ein guter Stromlieferant, sondern auch eine gute Einnahmequelle für die drei Gesellschafter, zu denen auch die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern zählt. 
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Der Solarpark in Unterdinkelhof i st nicht nur ein guter Stromlieferant, sondern auch eine gute Einnahmequelle für die drei Gesellschafter, zu denen auch die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern zählt. 

Gemeinderat

Solarpark: Gut für Umwelt und Gemeindehaushalt

  • vonJosef Ostermair
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Die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern ist am Solarpark Unterdinklhof beteiligt. Eine lohnende Sache in mehrfacher Hinsicht, wie Bürgermeister Hertlein bestätigt.

Hilgertshausen-Tandern – Markus Hertlein, Bürgermeister von Hilgertshausen-Tandern, hat im Gemeinderat über die Beteiligung der Kommune an dem Solarpark Unterdinkelhof im Geschäftsjahr 2019 berichtet. Dabei stellte er fest: Diese Beteiligung lohne sich schon „allein aus finanziellen Gründen“.

Die Gemeinde ist als Kommanditistin dieser Gesellschaft mit einem Kapitalanteil von einem Drittel in Höhe von 110000 Euro beteiligt. Der Solarpark wurde im Sommer 2011 errichtet. Die Netzeinspeisung von Strom begann im Oktober desselben Jahres. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 1 484 612 Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist. Dieser Ertrag liegt erheblich über dem bisherigen Einspeisemittelwert der Anlage von 1 449 667 kWh pro Jahr.

„Der Ertrag, auf dem die Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Solarpark basiert, wurde deutlich übertroffen, um 82 kWh/kWp“, freut sich Hertlein.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2019 weist bei einer Bilanzsumme von knapp 1,9 Millionen Euro einen Jahresüberschuss nach Steuern von 80 500 Euro aus. Hertlein betonte, dass die notwendigen Reserven für einen späteren Rückbau der Anlage und für den Kapitaldienst des Folgejahres berücksichtigt sind.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde eine Ausschüttung von jeweils 10 000 Euro an die drei Gesellschafter vorgenommen. Dies sind die Energiebauern GmbH, die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern und Peter Fink. Kreditaufnahmen gab es nicht. Im gleichen Zeitraum wurde ein Betrag von über 35 000 Euro für das Sparkassen-Darlehen und ein Betrag von 137 500 Euro für das KfW-Darlehen an planmäßigen Tilgungsleistungen erbracht. Zusätzlich habe man beim Sparkassen-Darlehen eine Sondertilgung von 30 000 Euro leisten können. Die Restschuld am Sparkassen-Darlehen ist auf 201 000 Euro geschrumpft, und auch das KfW-Darlehen sei nun fast zur Hälfte getilgt. Ursprünglich beanspruchte der Park 450 000 Euro Darlehen durch die Sparkasse und 1,2 Millionen Euro Darlehen der KfW.

„Dieser Solarpark ist wahrlich eine gute Sache“, urteilte Gemeinderat Werner Kerzel (WG Hilgertshausen-Tandern). Martin Bednarz (Bürgerliste Tandern) erkundigte sich bereits nach weiteren Flächen im Gemeindegebiet, die sich für einen Solarpark eignen würden. „Diese Anlagen sind nicht mehr so teuer, und man sieht, es lohnt sich, sie zu betreiben“, sagte Bednarz. Laut Betzin hat die Gemeinde „derzeit aber nichts Konkretes in der Pipeline“.

Wer für den Rückbau auf der einstigen Mülldeponie zuständig ist, wollte Benedikt Huber (BL Tandern) wissen. Auf diese Frage gibt es in der nächsten Sitzung eine Antwort. Bis dahin soll nach der Forderung von Christoph Hardt (BL Tandern) geklärt sein, wann der geplante Arbeitskreis „Umwelt und Natur“ gegründet werden soll.

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