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Jugendarbeiter sind „Profis in allen Bereichen“

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Beeindruckten den Gemeinderat Hilgertshausen-Tandern mit ihrem Bericht: Bereichsleiter Olaf Schräder (links) und Stephan Berghof sprachen über die Offene Kinder- und Jugendarbeit.
Beeindruckten den Gemeinderat Hilgertshausen-Tandern mit ihrem Bericht: Bereichsleiter Olaf Schräder (links) und Stephan Berghof sprachen über die Offene Kinder- und Jugendarbeit. © Ostermair

Mit welchen Herausforderungen die Jugendarbeit aufgrund der Corona-Pandemie zu kämpfen hatte, wurde den Gemeinderäten in Hilgertshausen-Tandern geschildert.

Zum Team der Jugendarbeit gehören Berghof, der pädagogische Mitarbeiter Bastian Duveneck, Diplom-Sozialpädagoge Max Biebel und die Erzieher-Praktikantin Ricarda Pichler.

Berghof, der schon seit 2014 für die Gemeindejugendarbeit in Hilgertshausen-Tandern verantwortlich ist, kam mit seinem Bereichsleiter Olaf Schräder in den Sitzungssaal, beide standen Rede und Antwort. Die beiden erzählen, dass sie im Mai 2020 die Jugendräume pandemiebedingt schließen mussten, plötzlich fehlten die Treffpunkte für die Kinder und Jugendlichen. Masken und Zugangsbeschränkungen bestimmten von da an das Geschehen, das sich auf mobile Arbeit im Wald, Daumiller Berg in Tandern, Buswartehäuschen, den Außentreff in Tandern und in Bauwagen verlagerte.

Das Team der Jugendarbeit besuchte die Jugendlichen in den Bauwagen, um weiter die Kontakte zu halten. Hier berieten die Experten die Jugendlichen und gaben wichtige Informationen weiter. Sie sprachen dort auch über das Thema Hygiene in Pandemiezeiten.

Jugendarbeiter als Vermittler bei Konflikten

Das Zweckverband-Team trat laut Schräder und Berghof als Vermittler bei Konflikten, Vandalismus und Ruhestörungen auf. Gleichzeitig habe man zur Mitgestaltung und Weiterentwicklung der Treffpunkte animiert.

Aktionen der Jugendarbeit vor Ort waren Schnitzeljagden und Quizspiele. Weitere Angebote waren Grillen, Bogenschießen, Biketouren, eine Gaudi-Olympiade und ein Kreativtag. Zusammen mit Vereinen und der Gemeindeverwaltung konnten die Jugendarbeiter die Jugendlichen und Kinder zur Baumpflege am Außentreff, zur Apfelernte, zum Ampferstechen und zur Beteiligung am Ramadama begeistern.

Partizipationsprojekte waren in den vergangenen Jahren das Holzspalten und Reparaturen am Außentreff, Aufräumaktionen, das Erarbeiten von Raumkonzepten und die Renovierung des Jugendraums in Tandern.

Darüber hinaus organisierte der Zweckverband Ferienfreizeiten wie ein Teeniecamp, ein Zeltlager, ein vierwöchiges Sommercamp und sogar ein Openair-Kino und eine Berlinfahrt.

Stefan Berghof betonte besonders, dass es keine leichte Aufgabe war, die Jugend bei der Stange zu halten, weil in zwei Jahren immerhin acht Monate die Jugendtreffs in Hilgertshausen und Tandern geschlossen hatten.

Immer mehr Kinder und Jugendliche dabei

Für die Arbeit des Zweckverbands spreche nach den Worten von Bürgermeister Markus Hertlein, „dass sich immer mehr Kinder und Jugendliche vom Programm des Zweckverbandes begeistern und es trotz Pandemie sogar mehr wurden“. Das führt Hertlein darauf zurück, „dass hier Profis in allen Bereichen auf die Kinder und Jugendlichen zugehen“.

Aus dem Gemeinderat heraus kam auch die Frage nach schulbezogener Jugendarbeit. Dieser Bereich der Jugendarbeit sei nach wie vor wichtig und werde an den Grundschulen seit dem aktuellen Schuljahr von der Zweckverbands-Pädagogin Yvonne Thiede übernommen.

Wie es 2022 mit der gesamten Jugendarbeit weitergehen soll, hänge momentan noch vom Pandemiegeschehen ab. Stefan Berghof und Olaf Schräder sind aber zuversichtlich, dass das Team wieder Aktionen in den beiden Jugendräumen planen kann. Der Jugendraum in Hilgertshausen (am alten Sportplatz an der Ilm) ist montags von 17 bis 20 Uhr und freitags von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Der Jugendraum in Tandern an der Kirche hat immer mittwochs von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

ost

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