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Brechend voll war die alte Gaststube in Niederdorf bei der Jungbürgerversammlung der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern.

Jungbürgerversammlung in Niederdorf  

Was der Jugend gefällt – und was nicht

Die jungen Leute aus Tandern wollen einen eigenen Raum. Die Gemeinschaft mit den Gleichaltrigen aus Hilgertshausen soll dadurch aber nicht leiden. Das wurde bei der Jungbürgerversammlung deutlich.

Niederdorf – Die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern hatte zur Jungbürgerversammlung zwar einen Shuttle eingerichtet, aber dass so über 60 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren in die Tafernwirtschaft von Niederdorf kommen würden, hätte sich Bürgermeister Dr. Markus Hertlein nicht träumen lassen. Das war ein neuer Besucherrekord.

Der Gemeindechef, die Jugendreferenten Isabel Kühnl und Hubert Oberhauser sowie Stephan Berhof vom Zweckverband Jugendarbeit wollten von den jungen Versammlungsbesuchern wissen, wie die gemeindliche Jugendarbeit ankommt und was es für Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Mit dem Ausfüllen von vier Fragebögen zu den Themen Jugendräume, Spielplatz, Jugendplatz und Außentreffpunkte erteilten die Jungbürger bereitwillig Auskunft.

Das Freizeitverhalten des Nachwuchses in der Gemeinde wurde per Fragebogen genauso erfragt wie die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement. Hertlein will natürlich auch wissen, wie das gemeindliche Engagement beim Ferienprogramm bei der Jugend ankommt und was es hier für Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Wichtig ist ihm, inwieweit sich die Kinder und Jugendlichen in Vereinen engagieren.

Die Auswertung der vier Fragebögen nimmt noch ein paar Wochen in Anspruch, doch auch Stephan Berghof, der mit seinen Kolleginnen Sarah Raster und Sonja Hudlberger den Kindern beim Ausfüllen der Fragebögen behilflich war, will wissen, wo die Jugendarbeit steht, die sich bisher hauptsächlich im Juz in Hilgertshausen abspielte.

Berghof zeigte aber auch auf, dass auch der Außentreff in Tandern, die Spielplätze in der Gemeinde und das Ferienprogramm bis dato schon vom Zweckverband Jugendarbeit betreut werden. Mit der Schule sei man in Verbindung und habe auch mit dem Spielmobil gute Erfahrungen gemacht. Besonders gut sei die Zusammenarbeit mit den beiden Jugendreferenten der Gemeinde, was Isabel Kühnl bestätigte.

Dass einer der Hauptgründe dieser Versammlung die Kritik am Fehlen eines Jugendraumes in Tandern war, wurde offen angesprochen und von den Kindern und Jugendlichen bestätigt. Sie zeigten mit Flip Charts im Frageteil „gefällt mir“ auf, dass das Juz in Hilgertshausen samt Mitarbeitern gut ankommt, aber auch ein Juz in Tandern auf der Wunschliste steht. Stark ist der Wunsch nach schnellem Internet.

Aus den Antworten kristallisierte sich heraus, dass der Wunsch nach einem Jugendraum in Tandern Priorität hat. 14 Jugendliche sprachen sich dafür aus. Die Diskussion zeigte, dass man sich mehr Räume zum Treffen wünscht.

Es geht nicht um Konkurrenz, sagte ein Jugendlicher aus Tandern. Wichtig wäre immer die Gemeinschaft. Jugendliche wollen nicht, dass die einen nur in dem Raum in Hilgertshausen und die anderen in dem Raum in Tandern sitzen. Sie wünschen sich gemeinsame Aktionen, um sich näher kennenzulernen. So einigte sich der Bürgermeister mit Berghof, ab Januar auch in dem Raum, den die Kirche im Tanderner Pfarrzentrum zur Verfügung stellt, Veranstaltungen für die Kinder und Jugendlichen zu organisieren.

ost

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