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Kinderhaus Hilgertshausen kommt voran

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Bürgermeister Dr. Markus Hertlein ließ sich am Christbaum vor dem Rathaus fotografieren.
Bürgermeister Dr. Markus Hertlein ließ sich am Christbaum vor dem Rathaus fotografieren. © Ostermair

Im Interview zeigt der Bürgermeister von Hilgertshausen-Tandern, Dr. Markus Hertlein, auf, dass in seiner Gemeinde 2021 wichtige Projekte auf den Weg gebracht wurden.

Hilgertshausen-Tandern - Seine Sorgen wegen der personellen Lücke in der Rathausverwaltung will er nicht verbergen. Hertlein hat sich zu sieben Fragen so geäußert:

Was hat Sie im vergangenen Jahr in Ihrer Gemeinde am meisten beeindruckt?

Markus Hertlein: Das war das Miteinander in unserer Gemeinde. Mein Eindruck war, dass trotz Corona die Möglichkeiten über den Sommer und Herbst genutzt wurden – wenn auch in deutlich reduzierter Form –, vereinsmäßig zusammenzukommen. Auch haben mir die Rückmeldungen aus verschiedenen Vereinsversammlungen gezeigt, dass man auch in dieser schwierigen Zeit den Vereinen die Treue hält. Ich würde mich freuen, wenn das auch in Zukunft so bleibt.

Was ist gut gelaufen in 2021?

Wir haben trotz Corona unsere Großprojekte gut vorangebracht. So konnte die Abwasserleitung von Tandern nach Hilgertshausen termingerecht gebaut werden. Zur effektiven und effizienten Umsetzung des Kläranlagenbaus haben wir unser Kommunalunternehmen gegründet, damit es 2022 mit diesem Projekt zielorientiert weiter geht. Wichtig war auch, dass die Planung für das weitere große Projekt, den Kinderhaus-Neubau in Hilgertshausen, vorangetrieben wurde und vor kurzem der Bauantrag gestellt werden konnte. Sehr gut funktioniert in meinen Augen der intensive Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit mit unserem Gemeinderat.

Worauf freuen Sie sich im kommenden Jahr besonders, was wird das schönste Projekt, was das wichtigste für die Gemeinde?

Besonders freue ich mich, dass wir, wenn 2022 alles gut läuft, endlich mit dem Bau des Kinderhauses in Hilgertshausen beginnen können. Dies ist ein wichtiges Projekt für unsere Gemeinde, das zugegebenermaßen schon sehr lange diskutiert und gefordert wurde und dringend benötigt wird. Der Gemeinderat hat sich ausgiebig damit beschäftigt, wie die Bereiche Krippenkinder, Kindergartenkinder und Schulkinder in guter Vernetzung zur Schule realisiert werden können. Von daher handelt es sich bei diesem Projekt um eines der schönsten und wichtigsten im Jahr 2022.

Welche Projekte müssen aufgrund der finanziellen Einbußen gestrichen werden, welche können noch verwirklicht werden?

Unsere Situation ist so, dass von unseren zentralen und leider auch sehr kostenintensiven Projekten auf kein Projekt verzichtet werden kann. Von daher bleibt uns gar nichts anderes übrig, als diese „Prio 1-Projekte“ im Bereich Kinderbetreuung und Abwasserentsorgung mit Nachdruck weiter voranzutreiben. Besonders wichtig ist mir und auch unserem Gemeinderat, dass wir auch in Zukunft, trotz angespannter finanzieller Rahmenbedingungen, freiwillige Leistungen im Bereich Vereinsförderung weiter aufrecht erhalten können. Hier geht es doch um eine gute und wichtige Investition in das dörfliche Miteinander und die Förderung des gesellschaftlichen Engagements.

Wie ist der Zusammenhalt in Ihrer Gemeinde in dieser schwierigen Zeit?

Was mich sehr freut, ist zweifelsohne, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in unserer Gemeinde auch in dieser schwierigen Corona-Zeit sehr gut ist. Leider konnten coronabedingt viele gesellschaftliche Ereignisse nicht stattfinden. Aber bei den Festivitäten, die stattfinden konnten, hat sich gezeigt, dass der Zusammenhalt nach wie vor da ist. Ich hoffe, dass das auch weiterhin so ist und auf die Schar der freiwillig Helfenden nach wie vor zurückgegriffen werden kann.

Was wünschen Sie sich für 2022?

Am meisten wünsche ich mir und uns, dass wir möglichst schnell wieder endlich zu einem normaleren Zusammenleben kommen können. Es tut mir unendlich leid, dass wir schon so lange auf so viel lieb Gewonnenes verzichten mussten, das sich mitunter bereits seit sehr vielen Jahren in unserer Gemeinde etabliert hatte. In meinem Arbeitsumfeld in der Gemeindeverwaltung wünsche ich mir, dass unsere drohenden gravierenden personellen Lücken durch den bevorstehenden Weggang unseres Geschäftsleiters und der Kämmerin in der Gemeindeverwaltung möglichst bald wieder geschlossen werden können und wir Kolleginnen oder Kollegen finden, die mithelfen wollen und sich engagieren, unsere Gemeinde voranzubringen.

Haben Sie Vorsätze für das neue Jahr?

Ich werde mich auch 2022 dafür einsetzen, mit Engagement unsere in den zurückliegenden Jahren konzeptionell entwickelten Projekte umzusetzen, die zugegebenermaßen in Planung und Konzeption sehr viele Ressourcen auch in unserer Verwaltung beansprucht haben. Ich erhoffe mir, dass die in diesen Bereichen frei werdenden Ressourcen dann für jene Projekte und Themen eingesetzt werden können, die bisher hinten angestellt werden mussten. Persönlich nehme ich mir vor, wieder etwas mehr Zeit für ausgleichende sportliche Aktivitäten, zum Beispiel den Laufsport, und auch die Familie zu haben.

Interview: Josef Ostermair

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