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Die 1999 verstorbene Erika Pfeiffer (sitzend) führte den Hilgertshauser Seniorenclub in den ersten 20 Jahren. Pauline Siebert, Berti Weigl und Cenzi Klass (stehend v.l.) unterstützten sie. b

Seniorenclub Hilgertshausen feiert Jubiläum

Seit 40 Jahren immer für die Älteren da

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Am Mittwoch, 20. März, feiert der Seniorenclub Hilgertshausen sein 40-jähriges Bestehen. Diese Jubiläumsfeier, die um 14 Uhr im Mesnerhaus-Saal beginnt, gibt Anlass, mal in der Chronik dieser unverzichtbaren Einrichtung zu blättern.

Hilgertshausen – In der Chronik erfährt man, dass es der verstorbene Pfarrer Alfred Suyter war, der im März 1979 dem damaligen Pfarrgemeinderat die Anregung zu allmonatlichen Seniorentreffen gab. Erika Pfeiffer, die langjährige Hilgertshauser Lehrerin, die vielen Senioren noch in bester Erinnerung ist, übernahm die Leitung des Seniorenclubs und kümmerte sich 20 Jahre lang voller Elan um den Fortbestand dieser Einrichtung.

Von Anfang an waren es Frauen des Frauenbunds, die bei der Betreuung und Durchführung der Seniorennachmittage sowie beim Kuchenbacken im Einsatz waren. Stattgefunden haben die Seniorennachmittage im alten Pfarrheim am Pfarrhof, wo heute das Pfarrbüro untergebracht ist. Es gab nur einen einzigen Raum, keine Küche und auch kein WC. Das Geschirr zur Bewirtung brachten die Damen aus dem Frauenbund selber mit, und eine Kaffeemaschine war schnell angeschafft.

Es gab aber auch damals schon ein Programm, das aus Vorträgen, Vorlesungen, Faschings- und Erntedankfeiern bestand. Auch Ausflüge und Besichtigungen gab es. Trotz der räumlichen Enge fühlten sich die Senioren geborgen.   

Dass der Seniorenclub Anfang 1988 in das neu renovierte Mesnerhaus umziehen konnte, erfüllte die ältere Generation und noch mehr die Betreuerinnen mit Freude und Stolz. Von da an war Platz, es gab endlich sanitäre Anlagen und Geschirr war in Hülle und Fülle vorhanden.

Anfangs traf man sich in einem Raum im Erdgeschoss, aber bald war dieser zu klein, so dass man in den Saal im Obergeschoss umzog. Einziger Nachteil: Es muss seither eine Treppe überwunden werden.

Dennoch kam es in den Jahren 2007 und 2008 altersbedingt zu einem deutlich nachlassenden Interesse am Seniorenclub. Es kamen immer weniger Besucher, so dass nur noch 15 bis 20 Besucher den Weg ins Mesnerhaus fanden. Das änderte sich in den darauffolgenden Jahren aber im positiven Sinn, so dass es im Jubiläumsjahr 40 bis 50 Senioren sind, die sich in diesem Kreise geborgen fühlen.

Erika Pfeiffer, die eine Seele von Mensch war, litt im Laufe der Jahre immer mehr an gesundheitlichen Beschwerden, war aber immer gut aufgelegt und sehr ausgleichend. Sie war froh, dass sie ab 1979 von der heutigen Vorsitzende Berti Weigl tatkräftig unterstützt wurde.

30 Jahre lang wirkte auch Cenzi Klass als Betreuerin mit. Nachdem Berti Weigl 1999 die Leitung des Seniorenclubs übernommen hatte (Erika Pfeffer starb in diesem Jahr) halfen in den Folgejahren auch Christl Zanker, Pauline Siebert, Martha Geißinger, Monika Breitsameter, Maria Lechner, Irmgard Birkl und Elisabeth Auer fleißig bei der Betreuung der älteren Hilgertshauser mit.

Nach wie vor wird in dieser Runde nicht nur Kaffee und Kuchen oder Brotzeit angeboten, es gibt, abgesehen vom Urlaubsmonat August, ein festes Programm und natürlich feiert man gerne Geburtstage. Die Seniorenkasse besticht mit sehr humanen Preisen, weil die Kuchen eben selbt gebacken und vielfach gespendet werden.

Es gibt ein kostenfreies Sommerfest und keinen Mitgliedsbeitrag. Die Gemeinde unterstützt das segensreiche Wirken des Seniorenclubs, der auch dem Seniorenbeirat des Landkreises angeschlossen ist, mit einem jährlichen Zuschuss von 250 Euro. Beim Altenclubtreffen der Caritas Dachau sind die Hilgertshauser Betreuerinnen meist dabei. Dort erhalten sie Anregungen und tauschen sich mit anderen Seniorenclubs aus. „Es ist für uns eine wichtige Anlaufstelle“, unterstreicht Berti Weigl, die sich auch nach 40 Jahren noch über die Gemeinschaft und das gute Miteinander im Kreise der Senioren freut.  Josef Ostermair

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