Bachlauf
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So sah die Ufersicherung vor dem Protest von WWA und Naturschutz aus.

Wasserwirtschaftsamt und Naturschutz bestehen auf Verringerung der Naturstein-Reihen

Ufersicherung in abgespeckter Version

Hilgertshausen – Große Aufregung bei der Anliegern der Ilm im Ortsbereich von Hilgertshausen: Bevor ab Juni in einer Bauzeit von fünf bis sechs Monaten die Ilmbrücke an der Staatsstraße 2050 erneuert wird, hat die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern nahe der Brücke eine Ufersicherung mit Natursteinen durchgeführt. Das war zwar ganz im Sinne der Bürger, deren Grundstücke an der Ilm anliegen, jedoch nicht im Sinne des Staatlichen Bauamtes Freising und der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Dachau.

Nur wenige Tage nachdem die Ufersicherung mittels Bagger vorgenommen war, erfuhren die Anlieger, dass die Maßnahme in den Augen der Beamten in den Behörden zuviel des Guten war und die Steine wieder entfernt werden sollten, weil sich die Ilm, die im Ortsbereich von Hilgertshausen ein Gewässer dritter Ordnung ist, selbst ihren Weg suchen und nicht durch die Steine eingeschränkt werden soll.

In diesem Punkt waren sich Wasserwirtschaftsamt und die Untere Naturschutzbehörde einig, und es kam zu einem Ortstermin mit den Anliegern und Bürgermeister Markus Hertlein als Vertreter der Gemeinde. Hier signalisierten die Behörden-Vertreter, einzulenken, wenn mehrere Natursteine-Reihen abgetragen werden. Nur eine Flusssohlensicherung sei eine verträgliche Lösung, hieß es.

Nach dem angeordneten Ausbau der Steine hat die Ufersicherung an optischer Wirkung verloren.

Daher wurde nun ein Teil der Steine entfernt und damit auch die Anlieger zufriedengestellt. Die wieder ausgebauten Steine werde man flussabwärts an den Stellen einbauen, wo es Sinn mache – nämlich in Höhe des alten TSV-Fußballplatzes. Auch für den östlichen Bereich von der Ilmbrücke weg habe man laut Bürgermeister nun eine Sicherungslösung für die Böschung gefunden.

Mit der Reduzierung der eingebauten Steine handele es sich um eine verfahrensfreie Unterhaltslösung. Bei mehr Steinen würde man im Amtsdeutsch dagegen von einem Ausbau sprechen, der wiederum eine Genehmigung erfordern würde. „So muss nun nur noch Humus auf den verbliebenen Steinen aufgebracht und angesät werden, und alle Beteiligten sind zufrieden“, so der Bürgermeister.

ost

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