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Die Hilgertshauser Bläser eröffneten den Markt. 

Diesmal waren es zwei schöne Tage

 Hochbetrieb am Christkindlmarkt

40 Jahre war es selbstverständlich, dass der Hilgertshauser Christkindlmarkt nur am 1. Adventssonntag stattfindet. Heuer aber durfte auch schon samstags auf dem Kirchplatz gefeiert werden, und das hat sich bewährt.

VON JOSEF OSTERMAIR

Hilgertshausen – Ein Tag mehr auf dem Christkindlmarkt – das war aber nicht die einzige Änderung in der Organisation nach vier Jahrzehnten. Erstmals wurde der nun zweitägige Christkindlmarkt nicht mehr allein vom katholischen Frauenbund, sondern gemeinsam von zehn Ortsvereinen und Organisationen durchgeführt.

Nach den adventlichen Weisen, die die Hilgertshauser Bläser zur Eröffnung darboten, freute sich Bürgermeister Markus Hertlein am Samstagnachmittag, dass schon zu früher Stunde so viele Besucher den Kirchplatz stürmten. Hertlein dankte dem Frauenbund, der nach wie vor der „Motor“ des Hilgertshauser Christkindlmarktes ist. Neu war heuer auch, dass statt der uralten Stände endlich auch wetterfeste Hütten für die Aussteller angeschafft wurden. Das kalte, trockene und schneelose Wetter erforderte jedoch eigentlich keine Unterstände.

Dem katholische Frauenbund mit Heidi Probsdorfer an der Spitze sei nach den Worten Hertleins für diese Traditionsveranstaltung besonders zu danken. Die fleißigen Frauen dieser Organisation hatten in tagelanger Arbeit Adventskränze gebunden und Gestecke hergestellt. Darüber hinaus gab es am Frauenbund-Stand Schmalzbrot, viel Eingemachtes und sowohl süße als auch saure und scharfe Spezialitäten. Auch der Losstand unter der Regie des Frauenbundes durfte nicht fehlen. Der Frauenbund hatte wie jedes Jahr zudem zum Mittagessen am ersten Adventssonntag eingeladen und viele Besucher im Mesnerhaus-Saal bewirtet. Dabei wurden die Damen von der Küche der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt. Auch Kaffee und selbstgebackene Kuchen am Nachmittag wurde in bewährter Weise vom Frauenbund angeboten.

Einen Bücherei-Flohmarkt hielt die katholische Volksbücherei St. Stephan ab. Die 300 Bücher, die man hauptsächlich durch Buchspenden der Leser erhielt, wurden auf Spendenbasis an die Frau beziehungsweise den Mann gebracht. Glühwein, Punsch, Lebkuchen und Stollen gab’s bei den Damen des Obst- und Gartenbauvereins.

Schlange standen die Christkindlmarkt-Fans auch beim Theaterverein, der neben weihnachtlichen Getränken Käsekrainer und Schweinswürstl im Angebot hatte. Die Tennisabteilung im TSV Hilgertshausen verwöhnte mit Kässpatzen und hatte auch Hochprozentiges und viel Gestricktes sowie Lorbeer-Säckchen am Stand.

Vielerlei zu bieten hatte auch der Burschen-und Madlverein. Mit von der Partie war zudem der Hilgertshauser Kindergarten St. Stephan und die Mittagsbetreuung. Hier gab’s Waffeln und gebrannte Mandeln neben Basteleien wie Papierengel, Moosherzen, Duftorangen, Wichtl und wunderschön bemalenen Müsli-Schalen.

Zum Nachdenken in Richtung Nachhaltigkeit veranlasste die Landjugend, die Recycling-Ware verkaufte. Die Ilmtaler Schützen hatten gute Verkaufserfolge mit Bratensemmeln und Leberkäs. Was sich sehr positiv auf den Christkindlmarkt auswirkte, waren die beiden Konzerte von Enrico de Paruta am Sonntag. Denn die meisten Besucher in der vollbesetzten Pfarrkirche machten keinen Bogen um den Christkindlmarkt, sondern ließen es sich an den Ständen gut gehen. Über die „Heilige Nacht“, das Weihnachtsspiel nach Ludwig Thoma, wird gesondert berichtet.

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