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Hilgertshausen-Tandern will Jugendarbeit

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Hilgertshausen - Fast ein Jahr lang hat sich die Gemeinde immer wieder mit dem Thema beschäftigt. Jugendarbeit ja, Jugendarbeit nein, und wenn doch, inwiefern? Jetzt hat der Gemeinderat einen zukunftsweisenden Beschluss gefasst:

Spätestens zum 1. Januar 2015 will die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern Mitglied im Zweckverband „Kinder- und Jugendarbeit“ werden - was aber nicht heisst, dass man sich nicht jetzt schon der sozialpädagogischen Fachkräfte dieses Zweckverbands bedienen will.

So hat der Gemeinderat nun zwei zukunftsweisende Beschlüsse gefasst: Mit 16:0 Stimmen wurde beschlossen, dass 2014 die bereits begonnene Zusammenarbeit mit dem Zweckverband auf Stundenbasis je nach Bedarf fortgesetzt werden soll. Mit 13:3 Stimmen entschieden die Gemeinderäte ferner, mit Beginn des Jahres 2015 die sozialpädagogische Fachkraft Sebastian Jaeger mit wöchentlich zwanzig Stunden zur Betreuung der Jugendlichen im Gemeindegebiet einzusetzen.

Jaeger und der Geschäftsführer im Zweckverband, Albert Schröttle, standen Bürgermeister Hans Kornprobst und den Ratsmitgliedern zuvor Rede und Antwort. Dabei wurde so manches Missverständnis ausgeräumt. Max Demmelmair (WG Hilgertshausen) erklärte, sei bei so manchem Jugendlichen das Wort Betreuer in den falschen Hals gekommen. Bei vielen Jugendlichen sei ein vernünftiger Jugendraum das Hauptanliegen.

Schröttle sicherte den Gemeinderäten zu, soweit möglich, auf die Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen bei Betreuung auf Stundenbasis einzugehen und sein Kollege Jaeger informierte darüber, dass bereits in diesem Jahr mehrere persönliche Beratungen in schwierigen Familiensituationen stattgefunden haben. Daher habe sich Jaeger auch mit psychischen Problemen von Jugendlichen beschäftigen müssen. Durch den Todesfall eines Jugendlichen sei es auch um Trauerbewältigung gegangen.

Im kommenden Jahr will Jaeger in der Grundschule ein Projekt zur Klassengemeinschaftsförderung in Angriff nehmen. Gemeinsames Ziel müsse es sein, im alten Sportheim an der Ilm einen Jugendtreff zu schaffen. Da müssen aber zunächst die sanitären Anlagen auf Vordermann gebracht werden. Die Innengestaltung wäre dann aber Sache der Jugendlichen.

Dass Hilgertshausen-Tandern nicht schon 2014 Vollmitglied im Zweckverband wird, sei laut Schröttle überhaupt kein Beinbruch. Wichtig aber sei, dass dem Bürgermeister vom Zweckverband Haftungsprobleme abgenommen werden.

Elisabeth Kory (SPD) betonte, dass gerade bei den älteren Kindern eine fachliche Begleitung und das zur Verfügungstellen eines Raumes für kontinuierliche Jugendarbeit enorm wichtig sei. Kory war es, die sich deshalb dafür ausgesprochen hat, schon jetzt die Mitgliedschaft im Zweckverband ab spätestens 2015 auf breiter Front zu sichern.

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