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Umzug zum Weihejubiläum

300-jähriges Weihejubiläum der Pfarrkirche St. Valentin

Hirtlbacher sammeln 16042 Euro für Orgel

Es war ein besonderer Tag für Hirtlbach. Der  ganze Ort war auf den Beinen, als am gestrigen Kirchweihsonntag das 300-jährige Weihejubiläum der Pfarrkirche St. Valentin und der Abschluss der Innenrenovierung an diesem Gotteshaus würdig gefeiert wurde.

 

Fleißige Damen aus dem Ort hatten am Eingang zur Kirche mit Girlanden einen Triumphbogen angebracht, der all die Kirchgänger auf das Kirchenjubiläum aufmerksam machte. Den Festgottesdienst zelebrierte Domkapitular Monsignore Thomas Schlichting zusammen mit Pfarrer Marek Bula, und die Hirtlbacher sangen aus voller Brust das bekannte Kirchenlied „Ein Haus voll Gloria schauet, aus ewgen Stein erbauet“.

Wast Kottermair brachte die neue restaurierte Kirchenorgel so richtig zum Einsatz. Die Vertreter der Hirtlbacher Ortrsvereine säumten den Altarraum. Ordinariatsdirektor Schlichting, der Hauptzelebrant war, bezeichnete es als Glücksfall, dass Hirtlbach ausdrücklich zum Kirchweihfest das Weihejubiläum feiern kann. An die Gläubigen gerichtet, erklärte er, dass die Kirche durchaus geeignet sei, neue Perspektiven für unser Leben zu finden.

Das Weihejahr 1716 sei ein in vielfältiger Hinsicht ein bemerkenswertes Jahr gewesen. 1716 hätte sich Frieden in allen Himmelsrichtungen abgezeichnet und in diesem Jahr war in Frankreich auch das Papiergeld eingeführt worden. In diesem Jahr war es auch sehr kalt, „und dennoch haben sich die Hirtlbacher ein Herz gefasst und sich für eine erneuerte Kirche eingesetzt“. Der Geistliche bezeichnete dies als großes Werk der Vorfahren. Trotz versöhnlicher Klänge in der Weltgeschichte von 1716 warte man leider heute noch auf Frieden in der Welt.

Schlichting ging auch auf die gelungene Innenrenovierung ein und stellte fest, dass es in jedem Ort einen Tempel für Gott gibt. Wichtig sei es, immer wieder Zeichen des Glaubens zu setzen, dann sei auch sichergestellt, „dass es mit der Kirche nicht den Bach runter geht“.

Mit einem „Vergelts Gott“ bedankte sich Pfarrer Bula für das gezeigte Engagement von Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat und all den Spendern. Lob zollte er auch dem Architekten Peter Pongratz und allen an der umfangreichen Renovierung beteiligten Firmen. Dank sagte Bula auch dem Erzbischöflichen Ordinariat, das einen Zuschuss von 76,28 Prozent der Kosten geleistet hatte.

Die Marktgemeinde Indersdorf, die von Bürgermeister Franz Obesser bei den Feierlichkeiten vertreten war, hat einen Zuschuss über 12 840 Euro gewährt. Dass aus dem Pfarrhaushalt bis jetzt 32 03 77 Euro dazugekommen sind, ist laut Bula schon eine ganz beachtliche Leistung.

Überwältigt ist Pfarrer Bula auch vom Ergebnis der Spendenaktion zur Orgelrestaurierung. Die hier von den Hirtlbachern gespendeten 16 042 Euro würden den Beweis liefern, dass ihnen der Klang der Kirchenorgel sehr am Herzen liegt. Nun stehe noch die Restaurierung der Altare, Bilder und Figuren an, die zum Teil in schlechtem Zustand sind. Das Engagement so vieler Menschen in Hirtlbach zeige, dass der Glaube am Ort lebt.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Brigitte Reindl lud alle Kirchenbesucher nach dem Gottesdienst zu einem festlichen Essen und zu Kaffee und Kuchen ins Pfarrheim ein. Den Festzug dorthin führten die Blaskapelle Seratiner und die Fahnenabordnungen an.

Und die Böllerschützen verkündeten akustisch, dass Hirtlbach einen großen Festtag feiert.

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