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Gastgeber und eine der tragenden Säulen des Hoagartns war der Männergesangverein Petershausen unter der Leitung von Stefan Berg.

Im Hiasnstadl Obermarbach

Allen hat es "wahnsinnig Spaß" gemacht

Obermarbach - Früher hatte ein Hoagartn Tradition im Jahreslauf der ländlichen Bevölkerung. In Obermarbach hat der Gesangverein Petershausen erstmals eine solche Veranstaltung ausgerichtet. Mit großem Erfolg.

Beste Stimmung herrschte beim Hoagartn des (Männer-)Gesangvereins Petershausen im Hiasnstadl der Familie von Ferdinand Huber in Obermarbach. Gut 130 Besucher waren gekommen.

Fünf Gruppen und Vereine mit 35 Teilnehmern spielten auf und sangen mit Zugaben insgesamt rund dreieinhalb Stunden lang. Allen voran natürlich die Gastgeber, der Gesangverein mit seinem Vorsitzenden Manfred Seemüller als humorvollem Moderator und unter der Dirigentschaft von Stefan Beger. Seemüller stellte auch gleich die anderen Teilnehmergruppen vor. Da waren die Brassinger, die aus der Blaskapelle Petershausen hervorgegangen sind. Sie hatten an diesem heißen Tag besonders viel zu schwitzen, denn sie saßen in ihren Trachten gleich vorne in der prallen Sonne. Die Marbacher Deandln hatten Verstärkung durch Onkel Schorsch und dessen Sohn Robert mitgebracht. Aus dem Gesangverein hervorgegangen sind „De Voglwuidn“. Als „neue Gruppierung aus dem Osten“, aus Untermarbach, stellte Seemüller augenzwinkernd „Die Fünf“ vor. Doch zeigte es sich, dass sie im Kern aus vier der fünf Mitglieder der Voglwuidn bestanden plus Maria Sailer als Sängerin.

Die Tradition des Hoagartns erklärte Manfred Seemüller so: „Früher gab es kein Fernsehen und keinen Computer. Deshalb beschäftigten sich die Leute mehr mit sich selbst und dem Gesang. Man traf sich mal bei dem und mal bei jenem Bauern, hat was gegessen und getrunken.“ Erst später habe man die Hoagartn in Wirtshäuser und Biergärten verlegt, so Seemüller. Da sei kein Eintritt verlangt worden. Dementsprechend gab es auch jetzt im 1955 erbauten Hiasnstadl nur eine Spendenbox. Aber für Speis und Trank war auch hier in der frei geräumten, benachbarten Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Obermarbach gesorgt.

Das Programm sah 26 Lied- und Musikbeiträge vor. Aber am Ende bekamen die Besucher durch diverse Zugaben aus lauter Freude an Musik und Gesang der Beteiligten doch noch rund eine halbe Stunde mehr an Darbietungen. „Es hat wahnsinnig Spaß gemacht“, stellte Manfred Seemüller zum Abschluss des Hoagartns fest. Mit dieser Meinung war er offensichtlich nicht allein. Denn von den begeisterten Besuchern wurden er und seine Gesangsfreunde schon gefragt: „Warum macht’s n des net jed’s Joahr?“ Die Anregung ist angekommen, denn offenbar ist der Bedarf vorhanden.

Ob der Gesangverein das alles allerdings jedes Jahr organisiert, steht noch in den Sternen des Gesangs- und Musikhimmels. Reinhard-Dietmar Sponder

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