Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig

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Die bösen Zauberer Ansgar Wilk und Verena Konietschke, vorne der Kater (Helena Schneider) und der Rabe (Lisa Wittemer). foto: ink

Hoftheater Bergkirchen

Ist die Welt noch zu retten?

Bergkirchen - Ein großer Spaß für die ganze Familie: Das ist das Märchenabenteuer „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ auf der Bühne des Hoftheaters Bergkirchen. Doch hinter dem Spaß steckt eine ernste Frage.

Die Uhr tickt unaufhörlich. Es ist 17 Uhr an Sylvester, und bis Mitternacht, wenn die Glocken das neue Jahr einläuten, muss Professor Beelzebub Irrwitzer, ein gefährlicher Wissenschaftler, sein teuflisches Werk zur Vernichtung der Welt vollendet haben. Der Abgesandte des Teufels, Maledictus Made, setzt ihn unter Druck. Das Hoftheater Bergkirchen hat das spannende Märchenabenteuer „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ von Michael Ende in der Inszenierung von Herbert Müller mit Witz und Esprit auf die Bühne gebracht.

Es ist ein großer Spaß für die ganze Familie. Doch dahinter steckt die Frage: Ist die Welt noch zu retten unter dem Einfluss der fehlgeleiteten Wissenschaft und der Macht des Geldes? In dem Theaterstück wenden als Spione des Hohen Rats der Tiere der Kater Maurizio de Mauro (Helena Schneider) und der Rabe Jakob Krakel (Lisa Wittemer ) die drohende Katastrophe ab. Die beiden Nachwuchsschauspielerinnen spielen ihre Parts glänzend: Helena Schneider ist der der sanfte Kater, der davon träumt, einmal ein berühmter Sänger zu werden, während Lisa Wittemer als der radikalere alte Rabe schon durch Minenspiel und Augenaufschlag zu erkennen gibt, was falsch läuft. Zusammen gelingt es ihnen, kurz vor Mitternacht den Heiligen Sylvester für ihr Vorhaben zu gewinnen. Jürgen Füser überzeugt nicht nur als freundlicher Mann der Kirche in seinem goldenen Gewand, sondern genauso als finsterer Maldedictus Made im bedrohlich wirkenden schwarzen langen Mantel.

Im Mittelpunkt der turbulenten Handlung stehen der böse, hektisch agierende Zauberer Beelzebub Irrwitzer und seine noch besessenere Tante, die hämisch lachende Geldhexe Tyrannja Vamperl im glitzernden Outfit, glänzend besetzt mit Ansgar Wilk und Verena Konietschke. Sie toben, schreien und raufen sich zusammen, um „den Punsch aller Pünsche“ gemeinsam zu mixen und ihn sich einzuverleiben. Sie glauben sich am Ziel, dass ihre guten Wünsche sich ins Gegenteil verkehren: „Man spricht vom Frieden, und das Ergebnis ist Krieg.“ Auch wenn es nicht zum Schlimmsten kommt, scheint unabwendbar: „Die Menschen zerstören sich selbst.“

Im Bühnenbild von Ulrike Beckers sind die Umweltsünden dokumentiert: zerstörte Natur und qualmende Atommeiler. Das Premierenpublikum in der ausverkauften Vorstellung war fasziniert von dem Zauber der Darstellung und bedankten mit nicht enden wollendem Applaus.

Das Stück steht am Sonntag, 27. November, um 17 Uhr wieder auf dem Programm. Karten gibt es unter 0 81 31/326 400 oder mail@hoftheater-bergkirchen.de. (ink)

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