+
„Ein Grüner Engel“ aus Dachau: Heinz Gibowsky (Mitte) mit dem Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber (links) und Landrat Stefan Löwl. 

Ehrung

Hohe Auszeichnung des Umweltministeriums: Ein Dachauer wird zum „Grünen Engel“

Ein Dachauer hat einen bedeutenden Preis des Bayerischen Umweltministeriums erhalten: Heinz Gibowsky darf sich nun „Grüner Engel“ nennen – völlig zu Recht.

Dachau– Anlässlich des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011 hat das Bayerische Umweltministerium die Auszeichnung „Grüner Engel“ vor acht Jahren erstmals vergeben. Diese Ehrung wurde für Menschen ins Leben gerufen, die vorbildliche Leistungen und langjähriges, nachhaltiges, ehrenamtliches Engagement im Umweltbereich erbringen. Das trifft auf den Träger der silbernen Dachauer Bürgermedaille Heinz Gibowsky ohne Zweifel zu.

Dem langjährigen Engagement Gibowskys und seinen vielfältigen Pflegemaßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung und Pflege wertvoller Naturflächen ist es zu verdanken, dass wichtige Lebensräume seltene oder gefährdete Arten im Landkreis Dachau in ihrem Bestand gesichert und gestärkt werden konnten. „Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre das Artensterben im Landkreis unübersehbar“, sagt der Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz (BN) Dr. Roderich Zauscher über seinen Stellvertreter.

Seit Gibowsky im Ruhestand ist, hat er seinen zeitlichen Einsatz für die Natur in und um Dachau nochmals ausgedehnt. Er setzt sich unter anderem ein für die Umsetzung von Pflegemaßnahmen im Projekt „PalsweiserMoos und Fußbergmoos“ im Westen des Landkreises ein. Durch gezielte Sommermahd auf Teilflächen und regelmäßige Herbstmahd erhöht er die Überlebenschancen dort vorkommender Arten, die auf der „Roten Liste“ stehen. So hat er Laichgewässer für Grasfrösche angelegt, die die Lebensgrundlage für junge Kreuzottern bilden.

Die Entwicklung und Umsetzung von geeigneten Pflegekonzepten auf den BN-eigenen Pacht- und Eigentumsflächen im südlichen Landkreis ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe. Die Weiterentwicklung zu Blühwiesen um dem Insektensterben entgegenzuwirken, ist das Ziel. Zauscher: „Von der Menge und Vielfalt der Insekten hängen viele andere Tierarten ab – und letzten Endes auch der Mensch.“

Der BN nutzt Balkenmähwerke für die Mahd, da diese den besten Insektenschutz bei der Mahd darstellen. Die in der Landwirtschaft genutzten Scheibenmähwerke führen laut BN zu einem Insektenverlust von über 80 Prozent. Gibowsky nutzt diese Maschinen nicht nur im praktischen Einsatz, er repariert diese auch und entwickelt diese, wenn notwendig, für den entsprechenden Einsatzzweck weiter.  dn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nachttischlampe löst Zimmerbrand aus
Am frühen Mittwochmorgen brannte ein Zimmer in einem Mehrfamilienhaus in der Talstraße in Sollern bei Peterhausen. Zwei Personen wurden leicht verletzt.
Nachttischlampe löst Zimmerbrand aus
DAH
Ein Schmankerl für die Zuschauer: Beim Vierkirchner Starkbierfest doubeln Theaterer Kommunalpolitiker
Nichts ist in Vierkirchen wie in anderen Gemeinden. Da wohl kein Gegenkandidat gegen Bürgermeister Harald Dirlenbach in den Ring steigen wird, inszenierten die Theaterer …
Ein Schmankerl für die Zuschauer: Beim Vierkirchner Starkbierfest doubeln Theaterer Kommunalpolitiker
Grausamen Tod einfach verhindern: Können so Rehkitze gerettet werden?
Junge Rehkitze ducken sich ins Gras - und sind in Lebensgefahr. Damit sie bei der Mahd nicht getötet werden, verleihen Jägerverein und Maschinenring Rehkitzretter.
Grausamen Tod einfach verhindern: Können so Rehkitze gerettet werden?
Mit Tempo 50 durch die Hecke: Mann rast mit Bus ins Haus seiner Ex-Freundin 
Rasend vor Eifersucht bretterte ein Mann in Markt Indersdorf mit einem Kleinbus in das Haus seiner Ex-Freundin. Nun steht er wegen versuchten Mordes vor Gericht.
Mit Tempo 50 durch die Hecke: Mann rast mit Bus ins Haus seiner Ex-Freundin 

Kommentare