Hohe Investitionen: Kinder und Jugendliche haben einen hohen Stellenwert

Vierkirchen - „Unsere Gemeinde steht recht ordentlich da, wenn man bedenkt, was alles geschaffen wurde", kommentierte Bürgermeister Heinz Eichinger (SPD) die Finanzlage bei der Haushaltssitzung des Gemeinderates Vierkirchen.

„Unsere Gemeinde steht recht ordentlich da, wenn man bedenkt, was alles geschaffen wurde“, kommentierte Bürgermeister Heinz Eichinger (SPD) die Finanzlage bei der Haushaltssitzung des Gemeinderates. Nach Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro im vergangenen Jahr steht auch heuer eine stattliche Summe mit rund 2,5 Millionen vor allem für den Neubau des katholischen Kindergartens und des Giebinger Feuerwehrhauses im Haushaltsplan.

Hohe Ausgaben für freiwillige Leistungen wie den Bau der Vereins- und Kulturhalle oder des Jugendhauses seien geschultert worden, betonte Eichinger. Aber auch Pflichtaufgaben wie die Kanalsanierung in Pasenbach für zwei Millionen oder der Kinderkrippenbau wurden realisiert.

Dass Kinder und Jugendliche einen hohen Stellenwert in Vierkirchen haben, zeigen die hohen Investitionen in diesem Bereich auch 2013: 1,2 Millionen sind für den Ersatzneubau des katholischen Kindergartens angesetzt, dessen Bauarbeiten bereits in vollem Gange sind. Im BRK-Kindergarten muss die Heizungsanlage saniert werden, wofür 20 000 Euro eingeplant sind. Restzahlungen für die energetische Sanierung der Grundschule sowie für die Kinderkrippe stehen noch aus. Außerdem gibt die Gemeinde eine Million für Personalkosten für alle Kindertagesstätten in der Gemeinde aus. Um das rapid angestiegene Defizit in diesem Bereich etwas abzufangen, wurde bei der Sitzung eine Erhöhung der Kindergartengebühren beschlossen (Bericht folgt).

Auch für die Jugend, für die wie für die Grundschüler eine gemeindliche Jugendpflegerin im Einsatz ist, will die Gemeinde heuer den seit langem gewünschten Jugendplatz mit einer Skateranlage anlegen. Die Kosten des mit 50 Prozent über europäische Leader-Fördermittel bezuschussten Projekts liegen bei 90 000 Euro. Der größte Ausgabeposten ist die Kreisumlage, die den Haushalt mit fast zwei Millionen belastet. Die gute Finanzlage der Kommune trotz hoher Investitionen ist vor allem den stetig ansteigenden Einnahmen bei der Einkommensteuer (2,5 Millionen) und der nach wie vor florierenden Gewerbesteuer (1,8 Millionen) zu verdanken. „Wir haben sie vorsichtig auf der unteren Grenze angesetzt“, erklärte Eichinger. Denn jetzt schon sei die Summe deutlich überschritten. Vergangenes Jahr seien über zwei Millionen eingegangen. Eine Schlüsselzuweisung bekommt Vierkirchen wegen seiner Finanzkraft auch dieses Jahr nicht. Ohne die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 950 000 Euro könnten die Vorhaben nicht finanziert werden, erklärte der Bürgermeister.

Nach nur einer guten Stunde verabschiedeten die Gemeinderäte einstimmig den Haushalt. Voll des Lobes waren die Fraktionssprecher für die gute Vorarbeit der Kämmerin Cornelia Hartl. Auch wenn die Pro-Kopf-Verschuldung zum Ende des Jahres auf 640 Euro ansteigen werde, sei es doch erfreulich, dass eine höhere Zuführung mit rund 460 000 Euro zum Vermögenshaushalt erwirtschaftet wurde, erklärte Josef Schindlbeck (FWG Pasenbach). Zur Vorsicht bei den Ausgaben riet Johann Neubauer (FW), da offen sei, wie sich die Situation bei der Kinderkrippe entwickle. Wie berichtet, können im Herbst zwölf Kinder nicht mehr aufgenommen werden. Positiv bewerteten auch Wolfgang Herzberg (CSU) und Hans Kohmann (SPD) die Haushaltslage.

ch

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