Ein fürchterlicher Anblick bot sich Jäger Ostermair – das bei Kollbach getötete Reh.

Hundehalter völlig uneinsichtig

Wieder ein Reh gerissen

Kollbach - Die Fälle von wildernden Hunden reißen einfach nicht ab. Schon wieder tötete ein Vierbeiner ein Reh. Die zuständigen Jäger sind erbost, denn der Tierhalter war nicht nur uneinsichtig sondern sogar renitent.

Die Jäger Thomas Liebhart, Hans Stöckert und Johann Ostermair haben in ihren Revieren Vierkirchen-Rettenbach bzw. Kollbach wie ihre Jägerkollegen im übrigen Landkreis Dachau immer wieder Probleme mit wildernden Hunden. Aber dieser Fall vor den Osterfeiertagen brachte die Waidmänner auf die Palme.

Alles beginnt an jenem Vormittag mit einer Beobachtung einer Spaziergängerin, die auf den Feldern und in den Wäldern zwischen Rettenbach und Kollbach unterwegs ist. Ein Deutsch-Drahthaar-Mischling nimmt die Fährte eines Rehs auf und hetzt es zu Tode. Das Wild hat gegen seinen Verfolger keine Chance, denn der Deutsch-Drahthaar gilt als äußerst leistungsfähiger und vielseitiger Jagdgebrauchshund. „Das Reh hat fürchterlich ausgeschaut“, sagt Johann Ostermair. Der Chef des Hegerings Haimhausen, zu denen auch die Jagden Vierkirchen-Rettenbach und Kollbach gehören, wird von der Zeugin alarmiert und kann den Hundebesitzer noch vor Ort stellen – und wird von dem Herrn beinahe angegangen.

Auf die Tat seines Hundes angesprochen, „hat mich der Mann aufs Übelste beleidigt, wobei das Wort A...loch noch das Wenigste war“, sagt Ostermair. Wenn sich der Jäger nicht zurückgehalten hätte, so hätte ihn der Hundebesitzer, der eine schwarze Mütze mit Totenkopfaufdruck trug, in eine Schlägerei verwickelt.

Doch Johann Ostermair behält die Nerven, benachrichtigt seine Revierkollegen aus Vierkirchen-Rettenbach. Gemeinsam erstatten die Waidmänner Anzeige bei der Polizei. Diese ermittelt nun gegen den Hundehalter, der mit dem Fahrrad unterwegs war. Neben dem Deutsch-Drahthaar-Mischling führte er noch einen zweiten Vierbeiner mit sich – auch diesen ohne Leine.

„Man sieht, was dabei rauskommen kann, wenn eine Privatperson einen Jagdhund hält“, meint Jäger Thomas Liebhart. Bei einigen Hundehaltern scheint laut Johann Ostermair das Motto zu gelten: „Ist doch egal, ob Du das Reh erschießt oder ob es mein Hund tötet“. Die Jäger bitten die Hundehalter eindringlich, Wildtieren gegenüber Respekt zu zeigen: „Behandelt sie, wie sie es verdienen“, so Jäger Ostermair.

zim

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Querstehende Lastwagen auf spiegelglatter Straße
Der Wintereinbruch am Mittwochabend mit überfrierender Nässe, starkem Wind und dichtem Schneefall sorgte vor allem auf der Autobahn für ein Verkehrschaos. Zwischen …
Querstehende Lastwagen auf spiegelglatter Straße
Abholzen am Aussichtshügel
Mehrere Bäume am Aussichtshügel nahe der Schinderkreppe werden in diesen Tagen gefällt. Grund: Wegen der Bäume besteht die Gefahr, dass Schadstoffe ins Grundwasser …
Abholzen am Aussichtshügel
Mann verprügelt seine Partnerin auf A8-Standstreifen - Tochter muss alles mitansehen
Ein 47-Jähriger soll, während er seinen SUV über die A8 lenkte, seiner Freundin (46) auf dem Beifahrersitz ins Gesicht geschlagen haben. Nun stand er vor Gericht.
Mann verprügelt seine Partnerin auf A8-Standstreifen - Tochter muss alles mitansehen
Ein zweifelhafter Glücksfall
Die Helios-Amperkliniken Dachau und Indersdorf haben einen neuen Geschäftsführer. Gerd Koslowski heißt der neue Mann. Der 47-Jährige genießt das Vertrauen seines neuen …
Ein zweifelhafter Glücksfall

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion